Sport in Luxemburg

28. Juli 2017 06:58; Akt: 28.07.2017 16:27 Print

Luxemburger Schwimmerin auf dem Weg nach Calais

LUXEMBURG – Paule Kremers großer Tag rückt näher – sie will den Ärmelkanal durchqueren. Allerdings muss sie bei ihrem Kampf gegen die Fluten mit unvorhersehbaren Faktoren rechnen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Wenn Paule Kremer über ihr außergewöhnliches Projekt spricht, kann sie ihre Anspannung nicht wirklich verbergen. Kein Wunder, denn die 29-jährige Luxemburgerin hat Großes vor: Sie will von England nach Frankreich schwimmen – den Ärmelkanal an einem Stück durchqueren.

Die Vorbereitung auf diesen Marathon im Wasser verlangte der ehemaligen Triathletin viel ab. Seit Ende April gab es kaum einen Tag, an dem sie nicht ihren Badeanzug trug. An den meisten Wochenenden trainierte sie vor Ort in Dover, ihrem Startpunkt. «Zuerst habe ich mich an das kalte Wasser gewöhnen müssen und war nur 20 Minuten im Wasser. Es hatte im Frühjahr zehn Grad. Ich habe mich dann Schritt für Schritt gesteigert und mittlerweile schwimme ich bis zu sieben Stunden am Stück», erklärt Kremer gegenüber L'essentiel.

Wetter, Tagesform, Strömung

Nun nähert sich der entscheidende Tag mit großen Schritten. Wann sie sich genau in die Wellen stürzt, kann sie aber nicht sagen: «Der Startschuss fällt irgendwann zwischen dem 29. Juli und dem 6. August. Das hängt von den Wetterverhältnissen ab.» Auf der Landkarte liegen zwischen Dover und ihrem Zielpunkt in der Nähe von Calais in Frankreich 34 Kilometer. Durch ungünstige Strömungen kann Kremers Weg aber schnell länger werden. «Vor der Strömung habe ich den größten Respekt. Oft muss man deswegen mehrere Kilometer parallel zur Küste schwimmen. Außerdem muss ich ein bisschen darauf hoffen, dass meine Tagesform passt», sagt sie Walferdingerin.

Andererseits sei der Sprung in die mittlerweile um die 17 Grad kalte Fluten eine Erleichterung: «Ich habe mich in den letzten Monaten fast mit nichts anderem beschäftigt. Ich wurde von jedem darauf angesprochen und musste mich immer wieder wiederholen. Es kann jetzt endlich losgehen», lacht Kremer. Ob sie die Durchquerung am Ende tatsächlich schafft oder ob sie von ihrem Begleitboot aufgesammelt werden muss, wagt sie noch nicht zu sagen – sie wäre jedenfalls die erste Luxemburgerin, der dieses Kunststück gelingt.

Zu wünschen ist es ihr allemal, denn sie nimmt die Strapazen nicht nur wegen ihres persönlichen Ehrgeizes auf sich, sondern auch für den guten Zweck. Kremer sammelt für das «Plooschter Projet», eine Initiative, die sich für den Kampf gegen Leukämie einsetzt. Seitdem Kremers Vorhaben bekannt wurde, kamen 5000 Euro an Spenden zusammen. Gegen ein paar Euro mehr, würde sich die Schwimmerin wohl nicht wehren.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.