F91-Spieler im Freudentaumel

25. Juli 2012 13:16; Akt: 25.07.2012 14:26 Print

«Wir haben in der Kabine herumgeschrien»

LUXEMBURG – Stolz und müde sind die F91 Spieler nach der Sensation in der Champions League. Torwart Jonathan Joubert berichtet über die Nacht nach der Qualifikation.

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«Wir sind superhappy und stolz!» Ganz Fußball-Europa spricht am Mittwoch über F91 Düdelingen, nachdem der Amateurclub als erster aus Luxemburg die dritte Runde der Champions League erreicht und den österreichischen Meister Red Bull Salzburg aus der Qualifikation gekickt hat.

Ein «ganz besonderer Moment» war die Qualifikation für Jonathan Joubert, Keeper der Düdelinger. «Die ganze Mannschaft war großartig!» Was war das Geheimnis der Düdelinger, um den 1:0-Vorsprung auch auswärts über die Zeit zu retten? «Wir haben schnell getroffen und uns nicht in der Defensive versteckt, sondern angegriffen. Die ganze Mannschaft hat zusammengehalten, vor allem als es in der letzten Viertelstunde eng wurde und wir wussten, dass wir nicht noch ein Tor kassieren durften, wenn wir uns qualifizieren wollen», analysiert der Nationalkeeper, der mit zwei Paraden in der Schlussphase das Düdelinger Ergebnis rettete.

«Wildfremde Leute haben mir im Vorbeigehen gratuliert»

Nach dem Schlusspfiff waren die Spieler aus Luxemburg nicht mehr zu halten: «Das war der beste Moment!» Von da ab, waren die F91-Kicker in Party-Stimmung: «Wir haben in der Kabine herumgeschrien, die Namen von Trainer und Präsident, und irgendwelche Lieder gegrölt.»

Doch viel Zeit zum Feiern blieb der Überraschungsmannschaft nicht: «Wir sind dann direkt in den Bus gestiegen und waren heute Morgen um 5 Uhr zurück in Luxemburg. Im Bus haben wir nur noch einige Momente des Spiels Revue passieren lassen, aber es war sehr ruhig. Wir waren alle kaputt», berichtet Joubert. Nun steht am Wochenende Erholung auf dem Programm, Joubert gönnt sich drei Tage Ausspannen in Südfrankreich. «Ich war echt stolz als mir auf dem Flughafen zwei, drei wildfremde Leute im Vorbeigehen gratuliert haben», so der Torwart.

«Maribor ist kein größerer Gegner als Salzburg»

Jonathan Joubert ist optimistisch, dass der Freudentaumel sich in der kommenden Woche nach dem Drittrunden-Spiel gegen Maribor wiederholen könnte: «Maribor ist kein größerer Gegner als Salzburg», meint der Keeper.

Im vergangenen Jahr hatte mit dem Duell gegen den slowenischen Club das Abenteuer Champions League für F91 ein Ende. Das soll sich nicht wiederholen: «Wir müssen optimistisch schein, es wäre doch zu schade, wir würden die Chance vergeben, wo wir schon so weit gekommen sind.»

(sb/L'essentiel Online)