Sport in Luxemburg

08. Mai 2020 14:39; Akt: 08.05.2020 16:02 Print

Ab Montag kann der Breitensport wieder starten

LUXEMBURG – Das sportliche Leben im Großherzogtum ist in der Corona-Krise zum Erliegen gekommen. Sportminister Dan Kersch hat am Freitag den Fahrplan für die Zeit danach verkündet.

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Für Dan Kersch (LSAP) steht der Schutz der Sportler ihrerer Betreuer im Vordergrund. (Bild: Editpress/Julien Warnand)

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Das Sportgeschehen in Luxemburg ist durch die Corona-Krise zum Erliegen gekommen. Seit dem 4. Mai dürfen Spitzensportler in Luxemburg in der Coque wieder trainieren, das sagte Sportminister Dan Kersch (LSAP) am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz. Bei dieser Gelegenheit kündigt Kersch außerdem an, wie der Breitensport und das Vereinsleben wieder aus dem Lockdown befreit werden sollen. Für die Spitzenathleten gilt das selbe wie für Breitensportler, Umkleidekabinen und Gemeinschaftsduschen bleiben in Luxemburg zu.

Bei der Planung der Lockerungen habe man sich «im Ausland umgesehen», sagte Sportminister Kersch. Einen Seitenhieb auf die deutsche Bundesliga konnte sich Kersch dabei nicht verkneifen, so sei nicht klar «ob der Rubel oder der Ball» wieder rollen solle. Der Vorteil beim Sport in Luxemburg sei es aber, dass es hier gerade nicht um solch «riesige Summen» gehe. So habe man sich bei der Entscheidung auf den «Schutz von Athleten, Betreuern und Trainern» konzentrieren können, da die ökonomischen Aspekte hier nur eine untergeordnete Rolle spielen. Dennoch wolle man den Schaden für die Sportvereine im Großherzogtum, «so gering wie möglich» halten.

27 Verbände hatten fertige Konzepte für den Umgang mit Covid-19

Kersch betonte, man habe mit den Verbänden im Land zusammengearbeitet und wollte auch nicht den Sportverbänden Hygienekonzepte diktieren. Der Sportminister zeigte sich erfreut, dass 27 Verbände postwendend ihre Konzepte vorgelegt hätten, als das Ministerium diese abgefragt hätte. Die Regeln für den Sportbetrieb sind geprägt vom Konzept des Social Distancing. Im Freien sind alle Sportarten erlaubt, aber es darf kein Körperkontakt geben, keine Wettbewerber, keine Zuschauer und duschen sollen die Sportler zu Hause. Die Schwimmbäder und Fitnessstudios im Großherzogtum werden erst zu einem späteren Zeitpunkt geöffnet.

Für die Schüler im Land findet aktuell kein Sportunterricht statt. Für die Schüler des Sportlycée Luxemburg gibt es hier allerdings eine Ausnahme, hier soll ab dem 18. Mai unter strengen Voraussetzungen Training wieder möglich sein. Zu den Trainingsbedingungen der Sportschüler verwies der Minister auf die Bedingungen für die Spitzensportler. Demnach müssen Trainer und Betreuer beim Training stets eine Maske tragen, die Sportler sollen abseits des Trainings ihre Masken immer tragen. Die Ausrüstung und Trainingsgeräte müssen desinfiziert werden. Im laufenden Training sollen die Sportler auf einen Abstand von 5 Metern untereinander achten. Um Schweiß wegzuwischen werden aus Hygienegründen Papiertücher eingesetzt, statt eigene Handtücher zu verwenden.

Bei der Beurteilung des Ansteckungsrisikos je nach Sportart hat man drei Gruppen gebildet. In der ersten Gruppe ist demnach unter anderem Badminton gelandet, da dort das Risiko einer Ansteckung aus Sicht der Experten gering ist. Ein mittleres Risiko sehen die Fachleute beim Basketball, hier müssen die Spieler auf alle Spielformen mit Gegnern verzichten. Als Hochrisikosport wurde Volleyball ausgemacht, die Sportart ist deshalb beispielsweise am Sportlycee untersagt. Der Sportlern werde im Allgemeinen geraten, viel zu trinken um nicht zu dehydrieren, denn das schwäche die Schleimhäute.

(LH/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ma juse Bestter am 09.05.2020 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Genau, für die Breiten ab 1,20 Meter.

  • Heng am 08.05.2020 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wei aset mat den Toiletten an de Sportsanlagen?.....Social Distancing ass jo do garanteiert, wann Diir zou ass, awer wei aset dorno mam botzen an desinfizeieren? Dovun hot de Minister nach naischt gesoot.

  • Léon am 10.05.2020 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Moi je pratique tout les jours mon sport jusqu’à en Belgique, et ce n’est pas le Gouvernement luxembourgeois qui va décidé pour moi.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 10.05.2020 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Moi je pratique tout les jours mon sport jusqu’à en Belgique, et ce n’est pas le Gouvernement luxembourgeois qui va décidé pour moi.

  • Ma juse Bestter am 09.05.2020 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Genau, für die Breiten ab 1,20 Meter.

  • Menni am 09.05.2020 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann‘s auch übertreiben ... Ich würde jedenfalls unter solchen Umständen lieber zuhause bleiben und Fahrrad fahren ... Die Schüler tun mir echt leid !!

  • Heng am 08.05.2020 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wei aset mat den Toiletten an de Sportsanlagen?.....Social Distancing ass jo do garanteiert, wann Diir zou ass, awer wei aset dorno mam botzen an desinfizeieren? Dovun hot de Minister nach naischt gesoot.