Motorsport

26. Juni 2020 18:16; Akt: 26.06.2020 18:16 Print

Ein Luxemburger zieht bei Mercedes die Fäden

LUXEMBURG – Schon mit 34 Jahren besetzt Brice Bosi aus dem Großherzogtum eine Schlüsselposition in der Formel E: Er ist der Manager des Teams Mercedes-Benz EQ.

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Brice Bosi zeichnet in der Formel E als Manager für das Team Mercedes-Benz EQ verantwortlich. (Bild: LAT Images / Daimler AG)

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Brice Bosi, von Beruf Ingenieur, blickt bereits im Alter von 34 Jahren auf eine Motorsport-Karriere mit zahlreichen Stationen zurück: Er war Fahrer, Mechaniker in der DTM und Teamleiter in der Rennserie GT3. Mittlerweile ist der Luxemburger in der Formel E angekommen – und zwar als Teammanager bei Mercedes-Benz EQ.

«Das ist eine Schlüsselposition, die viel von einem abverlangt», gibt er zu. Für sein Team ist er an allen Fronten präsent. «Ich muss sicherstellen, dass die sportlichen und technischen Vorschriften sowie die örtliche Gesetzgebung eingehalten werden. Die Batterien, die in unseren Fahrzeugen verbaut sind, dürfen beispielsweise nicht überall gelagert werden», sagt Bosi. Natürlich ist er auch einer der ersten Ansprechpartner für«seine» Fahrer Stoffel Vandoorne und Nyck De Vries. Nicht zuletzt ist er auch dafür zuständig, dass «das Team über die ganze Saison motiviert bleibt».

Nächste Etappe Formel 1?

Der Automobilkonzern aus Deutschland stellt in dieser Saison erstmals ein Team in der Formel E. Die Elektromotoren der Boliden werden in der gleichen Fabrik hergestellt wie der Kollegen aus der Formel 1. «Die Formel E ist die erste Meisterschaft, die mit rein elektrisch angetriebenen Autos gefahren wird. Wir leisten Pionierarbeit und werden immer wieder mit völlig neuartigen Problemen konfrontiert. Noch vor wenigen Jahren sind wir mit einer Batterie nicht über die komplette Renndistanz gekommen», sagt Bosi.

In der Formel E genießt das Thema Umweltschutz einen großen Stellenwert – eine Tatsache, die Bosi imponiert. Den Kirchberg hält der Teammanager für «einen idealen Austragungsort für ein Rennen.» Momentan sei dies aber nur ein persönlicher Wunschgedanke. Obwohl er in der Formel E nun in einer Schlüsselposition ist, will Bosi seiner Karriere mindestens noch eine weitere Etappe hinzufügen: Seit seiner Kindheit träumt er von der Formel 1.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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