Turnier in Chile

23. Oktober 2019 15:34; Akt: 23.10.2019 16:17 Print

Luxemburger Karatekas sitzen in Hotel fest

LUXEMBURG/SANTIAGO – Seit Sonntag sind elf Athleten aus dem Großherzogtum und ihre Betreuer bei der Junioren-WM in Chile. Wegen politischer Unruhen sitzen sie im Hotel fest.

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«Wir hören die ganze Zeit Menschen, die auf der Straße ihre Parolen rufen oder laut schreien. Überall finden Demonstrationen statt. Wir dürfen unsere Unterkunft nicht verlassen. Wir geben Einkaufslisten an die Mitarbeiter des Hotels, sie besorgen uns dann, was wir brauchen», sagt die Luxemburgerin Kimberly Nelting.

Die Karateka, die im Jahr 2017 Junioren-Weltmeisterin wurde, hat auch die WM in Chile zu einem großen Ziel erklärt. Die Vorbereitungen vor Ort laufen wegen anhaltender politischer Unruhen allerdings alles andere als optimal. «Seit unserer Ankunft in Santiago am Sonntag sitzen wir praktisch im Hotel fest und können nicht richtig trainieren», sagt Nelting im Gespräch mit L'essentiel. Insgesamt sind elf Athleten und ihre Betreuer von der Ausgangssperre betroffen.

Acht Delegationen reisen ab

Chile befindet sich derzeit in einer politischen Krise. Durch die Unruhen, die durch den Anstieg der Preise für den öffentlichen Transport ausgelöst wurden, haben bereits zwölf Menschen ihr Leben verloren. «Im Hotel fühlen wir uns sicher. Wir trainieren auf den Gängen oder auf dem Parkplatz und versuchen das bestmögliche aus der Situation zu machen» so Nelting weiter.

Von den angereisten Delegationen haben acht das Land bereits wieder verlassen, darunter die Mannschaft aus Japan. «Wenn wir aus dem Fenster schauen sehen wir immer wieder Demonstranten, die mit Steinen gegen die Staatsgewalt vorgehen. Die antwortet mit Wasserwerfern», sagt der luxemburgische Trainer Michael Lecaplain. Das Turnier soll trotz den Unruhen stattfinden, allerdings will die Organisation den Zeitplan ändern.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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