Zusätzlicher Kredit

08. Juli 2019 20:25; Akt: 08.07.2019 21:13 Print

Neues Nationalstadion kostet deutlich mehr

LUXEMBURG – Ursprünglich sollte das neue Fußball- und Rugbystadion etwas mehr als 60 Millionen Euro kosten. Nun kommen rund 18 Millionen Euro hinzu.

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Das künftige Nationalstadion, dass zurzeit in Kockelscheuer entsteht, wird ein deutlich größeres Budget verschlingen, als zunächst geplant. Der Gemeinderat hat am Montag für einen zusätzlichen Kredit in Höhe von 18,75 Millionen Euro gestimmt. Ursprünglich war ein Budget in Höhe von 61,15 Millionen Euro für das Bauwerk im Süden der Hauptstadt veranschlagt worden: 60,35 Millionen waren für das Stadion selbst, 792.000 Euro für den Parkplatz vorgesehen. Nun sollen sich die Gesamtkosten auf fast 77 Millionen Euro belaufen.

Der Anstieg der Kosten führt Schöffe Laurent Mosar (CSV) vor allen auf Fehler in den Berechnungen der «Planungsgemeinschaft Nationalstadion» zurück. «Wir werden für diese Fahrlässigkeit Schadenersatz verlangen», sagt er im Gespräch mit L'essentiel.

Nun doch Konzerte im Stadion

Die Gründe für die Mehrkosten: Auf Anfrage der Polizei sollen Kameras installiert werden, die kompatibel mit dem Überwachungssystem «Visupol» sind. Der Ausbau des Wifi- und 5G-Netzes, die Beleuchtung der Seilnetzfassade und deren Mehrkosten verschlinge ebenfalls einen Großteil der zusätzlichen Gelder. Außerdem soll das Stadion nun doch für kulturelle Veranstaltungen, wie Konzerte, genutzt werden können. Auch die dafür notwendige Technik sei in dem Zusatzkredit enthalten. «Es wäre schade gewesen, diesen Raum nicht für Outdoor-Veranstaltungen zu nutzen», sagt Mosar.

Die Stadt Luxemburg möchte laut Mosar nun den Staat ersuchen, einen Teil der Mehrkosten zu zahlen. «Es ist ein nationales Projekt. Da ist es normal, dass der Staat einen Teil der Mehrkosten übernimmt», so Mosar weiter. Nach der letzten von der Stadt Luxemburg mitgeteilten Frist sollte das neue Stadion bis Mai 2020 vollständig fertig gestellt sein.

(th/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benni am 08.07.2019 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Das wusste ich schon, als das Projekt bekannt wurde. Ist doch üblich hierzulande, dass fast allen öffentlichen Projekten Geld nachgeschoben werden muss.

  • kaa am 08.07.2019 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass dach näischt Neits! So leeft datt am Grand Duchy, just d‘Ursachen an den Numm vum Ministre ded Bâtiments Publics änneren.

  • jimbo am 09.07.2019 01:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do gesait een erem wei geplangt gett...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gusti am 09.07.2019 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Die Mehrkosten kann die Stadt Luxemburg leicht aus dem Erlös von dem neuen Wohnviertel, wo das alte Stadion war, bezahlen. Aber zuerst mal jammern und fragen wer noch zahlen könnte.

  • Knouterketti am 09.07.2019 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inkompetenz vum ganzen Gemengerot Do waert den een oder aneren schon an eegen Taesch wirtschaften maus bon daat ass jo naischt neies am Laendchen

  • Ze Deier am 09.07.2019 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    … nennt man das nicht in einem anderen Land (Bau-) MAFIA… ?

  • Marco Him am 09.07.2019 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    An daat ass alles Kengem opgefall ? SCHILDA!

  • Gisela am 09.07.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    "Peanuts" wie die Bänker sagen...