Luxemburgische Judoka

18. März 2011 12:41; Akt: 21.03.2011 14:21 Print

Marie Muller, eine Sportlerin mit Ehrgeiz

LUXEMBURG - Sie ist in Luxemburg genauso beliebt wie in Deutschland: Die Judoka Marie Muller wurde 2010 im Großherzogtum und in Esslingen zur Sportlerin des Jahres gekürt. Ein Portrait.

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Es ist eigentlich fast eine Familientradition bei Marie Muller. Denn alle Familienangehörigen der 25-jährigen Athletin haben mehr oder weniger mit Sport zu tun. Die Mutter als passionierte Hobby-Judoka, der Vater als früherer Fechter in Luxemburg. Und ihre zwei älteren Geschwister auch.

Mit sieben Jahren stand Marie mit Schwester Nadja und dem Bruder Jascha auf der Matte. So hat ihre Sportkarriere angefangen. «Ich habe zugeschaut und habe dann auch Lust auf Judo bekommen», sagt die 25-Jährige.

Aggressivität muss sein

Seitdem hat die junge Frau gelernt, was den Judosport tatsächlich ausmacht. «Es ist ein sehr disziplinierter Sport. Es ist wichtig, dass man lernt, Rücksicht auf einen anderen Sportler zu nehmen», berichtet die Judoka. Und was ist mit dem kämpferischen Geist? «Der muss auch sein. Im Wettkampf muss man aggressiv sein», bestätigt Marie.

Seit über 15 Jahren treibt die sympathische Halbluxemburgerin Judo. Angefangen hat sie zuerst in ihrem Geburtsort in Deutschland; seit 2007 geht sie für Luxemburg an den Start. Muller: «Der luxemburgische Sportverein in Bonneweg hat mich gefragt, ob ich für sie antreten kann. Und ich habe mein Jawort gegeben.»

Luxemburg für Judo-Frauenniveau noch nicht so weit

Doch ihre Trainingsstätte hat Marie immer noch in Esslingen bei Stuttgart. «Luxemburg ist ein relativ kleines Judoland. Man braucht dort sehr viele Partner, um dort zu trainieren. Und fürs Judo-Frauenniveau ist Luxemburg noch nicht so weit», erklärt die junge Sportlerin ihre Wahl.

Doch deswegen hat Marie dem Großherzogtum nicht den Rücken zugekehrt. Sie kommt regelmäßig in ihre zweite Heimat und geht auch ab und zu ins Escher Theater, in dem ihr Vater als Direktor arbeitet. 2009 absolvierte die Judoka sogar eine Grundausbildung bei der luxemburgischen Armee und kämpft seitdem härter als früher. «Ich habe mich voll auf meinen Sport konzentriert und kann mich nun dem Training und Wettkampf widmen.»

Und die Mühe macht sich bei der Sportsoldatin sichtbar: Zwei Gold- und Bronzemedaillen bei World Cups, eine Silber-Medaille bei einem Grand Slam in Brasilien und eine 11. Weltrangelistenposition. Ihre Pläne für die Zukunft? «Ich möchte versuchen, mich für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London zu qualifizieren. Eine Medaille wäre gut. Ansonsten will ich 2013 bei den Spielen der kleinen Staaten in Luxemburg antreten.»

Irina Figut/L'essentiel Online

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