Gala in Luxemburg

07. Dezember 2017 18:27; Akt: 07.12.2017 22:39 Print

Majerus und Muller sind wieder Luxemburgs Beste

LUXEMBURG – Das « Who is Who» des Sports im Großherzogtum versammelte sich am Donnerstagabend in der Coque versammelt, um Luxemburgs Sportler des Jahres zu ehren.

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Zum zweiten Mal stiegt am Donnerstagabend die «sportpress.lu Awards Night» in der Coque, um die besten Sportler des Landes auszuzeichnen. Wie schon 2016 führte auch in diesem Jahr kein Weg an Gilles Muller und Christine Majerus vorbei. Sie nahmen die begehrte Trophäe wie schon 2016 mit nach Hause. Bei den Mannschaften haben Luxemburgs Fußballer das Rennen gemacht.

Hier die Auszeichnungen im Einzelnen:

Sportler des Jahres

Bei den Herren blieb die Überraschung aus: Gilles Muller darf sich zum vierten Mal in Folge mit der Auszeichnung «Sportler des Jahres» schmücken. Der Tennis-Profi hat das erfolgreichste Jahr seiner Karriere hinter sich und gewann in Sydney sowie 's-Hertogenbosch seine ersten beiden ATP-Turniere. Unvergessen bleibt auch sein fantastisches Match gegen Rafael Nadal im Achtelfinale von Wimbledon, das der Luxemburger mit 6:3, 6:4, 3:6, 4:6, 15:13 für sich entschied.

Obwohl er im Viertelfinale scheiterte, kletterte «Mulles» auf Rang 21 der Weltrangliste. Zuletzt wurde der 34-Jährige durch Verletzungen zum vorzeitigen Saisonende gezwungen – es tat seinem Fabeljahr aber keinen Abbruch. Bob Jungels fuhr auf Rang zwei der Wahl. Der Radprofi feierte beim Giro d’Italia einen Etappensieg und trug insgesamt fünf Tage das Rosa Trikot des Gesamtführenden. Mit Jempy Drucker folgt ein zweiter Radfahrer auf das Treppchen. Er wurde Luxemburger Zeitfahrmeister und gewann eine Etappe bei der Tour de Wallonie und der Skoda Tour de Luxembourg.

Übersicht: 1. Gilles Muller (Tennis) 547 Punkte 2. Bob Jungels (Radfahren) 343 Punkte 3. Jempy Drucker (Radfahren) 135 Punkte 4. Laurent Jans (Fußball) 82 Punkte 5. Kamil Rychlicki (Volleyball) 43 Punkte 6. Tom Habscheid (Behindertensport) 37 Punkte 6. Ben Gastauer (Rafahren) 37 Punkte 8. Flavio Giannotte (Fechten) 27 Punkte 9. Charles Grethen (Leichtathletik) 18 Punkte 10. Bob Haller (Triathlon) 17 Punkte

Sportlerin des Jahres

Auch an ihr ging in diesem Jahr kein Weg vorbei. Radfahrerin Christine Majerus erhält zum vierten Mal die Auszeichnung «Sportlerin des Jahres» (2013, 2015, 2016, 2017). Die 30-Jährige landete bei der Cyclocross-WM im Januar in Beles auf Rang sieben. Beim Festival Elsy Jacobs gewann sie eine Etappe und die Gesamtwertung. Der Profi vom niederländischen Team Boels-Dolmans überzeugte auch bei der WM in Norwegenmit dem zweiten Platz im Mannschaftszeitfahren. Auf Rang zwei kommt Tischtennis-Spielerin Ni Xia Lian. Die 54-Jährige absolvierte im September in Österreich das längste Match in der Geschichte des modernen Tischtennis – und gewann. Den letzten Platz auf dem Treppchen ergattert Fechterin Lis Fautsch. Sie kam bei den Weltmeisterschaften in Rio auf den siebten Rang.

Übersicht: 1. Christine Majerus (Radfahren) 546 Punkte 2. Ni Xia Lian (Tischtennis) 274 Punkte 3. Lis Fautsch (Fechten) 160 Punkte 4. Mandy Minella (Tennis) 114 Punkte 5. Charline Mathias (Leichtathletik) 108 Punkte 6. Jenny Warling (Karate) 69 Punkte 7. Julie Meynen (Schwimmen) 57 Punkte 8. Charlotte Bettendorf (Reiten) 21 Punkte

Die Mannschaft des Jahres

Die Fußball-Nationalmannschaft darf sich mit dem Titel «Mannschaft des Jahres» schmücken. Die Roten Löwen haben dieses Jahr insbesondere durch ein Spiel für Schlagzeilen gesorgt. Das 0:0 gegen Frankreich in der WM-Qualifikation brachte dem Team von Trainer Luc Holtz international Anerkennung. Im gleichen Wettbewerb gewann Luxemburg auch gegen Weißrussland (1:0) und erkämpfte sich gegen Bulgarien ein 1:1. Zum Ende des Jahres schlugen Mario Mutsch & Co. dann auch noch Ungarn mit 2:1 in einem Freundschaftsspiel.

Mit diesem Sieg kletterten sie auf Rang 84 der Fifa-Weltrangliste – die bislang beste Platzierung der Nationalmannschaft. Auf Rang zwei folgt das Tischtennis-Nationalteam der Damen, die bei der heimischen Team-EM auf Rang elf landeten. Den dritten Platz belegt Progrès Niederkorn. Der BGL-Ligist machte ebenfalls international von sich reden, als er die Traditionsmannschaft Glasgow Rangers aus der Qualifikation für die Europa League warf (0:1, 2:0).

Übersicht: 1. Fußball-Nationalmannschaft Herren 494 Punkte 2. Tischtennis-Nationalmannschaft Damen 324 Punkte 3. Progrès Niederkorn (Fußball) 193 Punkte 4. Fola Esch (Fußball ) 151 Punkte 5. Volleyball-Nationalmannschaft Damen 136 Punkte 6. Springreiter-Equipe 51 Punkte

Die Nachwuchssportler des Jahres

Der 17-jährige Eisschnellläufer Peter Murphy hat im Februar die 1500 Meter beim Shortrack des europäischen olympischen Winterfestivals der Jugend (EYOF) gewonnen. Er erhält die Auszeichnung des besten Nachwuchssportlers. Bei den Frauen darf sich Kimberly Nelting über diesen Preis freuen. Die 17-Jährige gewann im Oktober Gold bei den Karateweltmeisterschaften.

Den Ehrenpreis bekommt Raymond Sassenrath, der sich seit über 30 Jahren für den Luxemburger Schwimmsport aufopfert und nicht mehr wegzudenken ist. Der «Prix Sport et Handicap» wird Roman Fiegen verliehen, der kürzlich im Alter von 62 Jahren verstorben ist. Die Ehrentrophäe der Frauen erhält Sylvie Hülsemann (Wasserski), die der Männer Kim Kirchen (Radfahren).

Übersicht: Nachwuchspreis Männer : Peter Murphy (Short Track) Nachwuchspreis Frauen : Kimberly Nelting (Karate) Ehrenpreis sportpress.lu : Raymond Sassenrath (Schwimmen) Handicappreis : Romain Fiegen (Leichtathletik/Behindertensport) Ehrentrophäe Frauen: Sylvie Hülsemann (Wasserski) Ehrentrophäe Männer: Kim Kirchen (Radsport)

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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