Frühjahrsklassiker

23. April 2017 16:42; Akt: 23.04.2017 18:04 Print

Alejandro Valverde gewinnt Lüttich-​​Bastogne-​​Lüttich

Der spanische Radrennfahrer Alejandro Valverde setzte seine Siegesserie beim Eintagesrennen in Belgien fort. Zuvor war er bereits beim Flèche Walonne erfolgreich.

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Radprofi Alessandro Valverde will die Prämie für seinen vierten Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich an die Witwe des bei einem Unfall getöteten Michele Scarponi weitergeben. Der Spanier gewann das Rennen am Sonntag nach 258 Kilometern wie schon 2006, 2008 und 2015. Die 103. Austragung des seit 1892 gefahrenen Klassikers hatte in Lüttich mit einer Schweigeminute zu Ehren Scarponis begonnen, der am Samstag ums Leben gekommen war.

Valverde, der den Iren Dan Martin auf den zweiten Platz verwies, krönte das beste Frühjahr seiner Karriere mit dem elften Saisonsieg. Zuletzt hatte der Movistar-Kapitän am vergangenen Mittwoch zum fünften Mal - ebenfalls vor Martin - den Flèche Wallonne gewonnen. Im Juli bei der Tour de France wird er in seinem Team wieder hinter den Kolumbianer Nairo Quintana wieder in die zweiten Reihe rücken.

Trauer um Michele Scarponi

Das Rennen über zehn Anstiege wurde lange bestimmt von einer siebenköpfigen Spitzengruppe. Doch im Finale hatten sich die Teams der Siegaspiranten formiert. Vor der letzten Steigung, der Cote Saint-Nicolas, fuhren die Favoriten wieder an der Spitze. Auf dem letzten Kilometer attackierte zuerst Martin den alleine führenden Davide Formolo aus Italien, dann konterte Valverde und ließ den Iren hinter sich. Die deutschen Profis spielten am Sonntag keine Rolle. Der Pole Rafal Majka vom Bora-hansgrohe-Team wurde Zehnter.

Der älteste Frühjahrs-Klassiker begann am Sonntag in der grauen Industriestadt mit einer Schweigeminute. Der Radsport trauert um den früheren Giro-d'Italia-Sieger Michele Scarponi. «Ciao Michele. Du warst für alle ein Vorbild und hattest für jeden ein Lächeln», twitterte der vom Hodenkrebs geheilte Ex-Profi Ivan Basso nach dem tödlichen Trainingsunfall seines italienischen Landsmannes.

Der 37-Jährige war am Samstag in Filottrano nahe seiner Heimat auf einer Trainingsfahrt von einem Kleintransporter überfahren worden. Das hatte der italienische Radsportverband FCI mitgeteilt. Vor einer Woche hatte Scarponi in Innsbruck bei der Tour of the Alps zum letzten Mal gesiegt. «Das Leben ist so ungerecht. Einen Tag bist du da, am nächsten Tag ist alles vorbei», sagte Valverde vor dem Start. Scarponis Astana-Mannschaft startete aus der ersten Reihe, alle Teamkollegen trugen einen Trauerflor.

(L'essentiel/dpa)

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