«Golden Set»

01. Juli 2012 23:08; Akt: 01.07.2012 23:15 Print

So sieht Dominanz aus

Ein 6:0 kann im Tennis immer mal wieder vorkommen. Aber dass eine Spielerin dabei keinen einzigen Punkt abgibt, gab es noch nie. Jaroslawa Schwedowa hat das Meisterwerk in Wimbledon vollbracht.

Der «Golden Set» von Jaroslawa Schwedowa. (Quelle: YouTube/JOTennisVideos)

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Auf Court Nr. 3 gelang der neu für Kasachstan startenden Jaroslawa Schwedowa gegen die 55 Plätze besser klassierte Sara Errani (It), die Finalistin von Roland-Garros, ein goldener Satz. Von einem «Golden Set» ist die Rede, wenn eine Spielerin in einem ganzen Satz keinen Punkt abgibt. Genau das gelang Schwedowa gegen Errani: 6:0 mit 24:0 Punkten in 15 Minuten. Errani steuerte nicht einmal einen Doppelfehler bei; Schwedowa dagegen gelangen 14 Gewinnschläge.

Im Frauen-Tennis ist Schwedowa damit die erste, welche das Kunststück schaffte. Bei den Männern gelang das höchst seltene Meisterwerk bisher einzig Bill Scanlon 1983 gegen Marcos Hocevar.

Schwedowa schon einmal 23 Punkte in Serie

Schon einmal waren Schwedowa 23 Punkte in Folge zu Beginn einer Partie gelungen - vor neun Jahren in Memphis gegen Amy Frazier. Damals vergab sie aber den ersten Satzball und verlor später die Partie. Gegen Errani wiederholte sich diese Geschichte nicht. Zwar führte die Italienerin im ausgeglicheneren zweiten Satz mit 4:3, Schwedowa qualifizierte sich aber mit 6:0, 6:4 für die Achtelfinals. Und auch den Platz in den Geschichtsbüchern hat sie auf sicher.

Zuvor gab es im Profi-Tennis erst einen perfekten Satz, an einem Grand-Slam-Turnier noch gar keinen. Der gelang dem Texaner Bill Scanlon am 22.2.83 in Delray Beach gegen den Brasilianer Marcos Hocevar (6:2, 6:0). Nun erhält Scanlon, der später ein Buch über seine Karriere schrieb mit dem Titel «Bad News für McEnroe», im Guiness-Buch der Weltrekorde Gesellschaft von Jaroslawa Schwedowa.

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