Formel 1
06. Februar 2012 15:14; Akt: 06.02.2012 15:42 Print
In diesem Boliden nimmt Vettel Platz
Nach Ferrari und Lotus haben auch die Rennställe Red Bull von Weltmeister Sebastian Vettel sowie Sauber ihre neuen Karossen präsentiert. Auch sie setzen auf den Nasenhöcker.
Für Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel hält sein neuer Formel-1-Dienstwagen keine Überraschungen bereit. «Das Auto ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede», sagte der Red-Bull-Pilot am Montag nach der Enthüllung des neuen RB8.
Bildstrecken Lotus enthüllt seinen neuen RennwagenDas Auffälligste am neuen Boliden ist die im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich veränderte Frontpartie, die ähnlich wie beim Ferrari einen Höcker aufweist. Das Team um Chefdesigner Adrian Newey habe sich bemüht, auch in diesem Jahr die kleinen Lücken im Reglement auszunutzen, verriet Vettel.
Der Hesse strebt in dieser Saison seinen dritten Titel in Serie an. «Es wird extrem eng», urteilte Vettel. Die Jungfernfahrt im neuen Auto überlässt er am Dienstag bei den Tests im spanischen Jerez seinem Teamkollegen Mark Webber aus Australien. Vettel wird dann am Donnerstag auf die Strecke gehen. «Darauf hat man den ganzen Winter gewartet», sagte der Deutsche. Einen Kosenamen für sein neues Gefährt sucht Vettel noch. «Jegliche Bewerbungen sind willkommen», sagte er.
Auch das Sauber-Team hat sein neues Auto vorgestellt. Kamui Kobayashi und Sergio Perez enthüllten es in Jerez. «Der C31 ist in jenen Bereichen revolutionär, wo wir frische Ideen einbringen konnten. Dies betrifft insbesondere den Heckbereich», so Chefdesigner Matt Morris. «Evolutionär ist das Auto dort, wo wir wussten, dass wir auf den bestehenden Lösungen aufbauen konnten.» Es galt, die Schwächen des Vorgängermodells auszumerzen und gleichzeitig dessen Stärken beizubehalten.
Beim Design der Frontpartie entschieden sich die Sauber-Ingenieure für eine grundsätzlich hohe Nase. Gemäß dem neuen Reglement darf diese jedoch in ihrem vorderen Bereich aus Sicherheitsgründen nicht zu hoch sein, sodass beim Sauber C31 wie beispielsweise bei Ferrari ein Nasenhöcker zu erkennen ist. Der Bereich unterhalb der Seitenkästen wurde so gestaltet, dass mehr Spielraum für aerodynamische Entwicklungen bleibt.
Zunächst will das Team Sauber eine vergleichsweise einfache Version des C31 einsetzen, die bereits vor einiger Zeit definiert wurde. Danach sollen zahlreiche Entwicklungskomponenten erprobt werden, um dann vor dem ersten Grand Prix am 18. März in Australien ein umfangreiches Update lancieren zu können. Das Auto wird demnach in Melbourne deutlich anders aussehen als jenes bei der Präsentation in Jerez. Geistiger Vater des neuen Rennwagens ist der Brite James Key, dessen überraschender Abgang als Technischer Direktor drei Tage vor der ersten Ausfahrt bekannt gegeben worden war.
(L'essentiel Online/si/dpa)
















