Champions League
21. Februar 2012 12:15; Akt: 21.02.2012 13:24 Print
Basel freut sich auf die Bayern
Der FC Basel hat in der Vorrunde Manchester United ausgeschaltet. Nun wollen die Schweizer den nächsten Coup gegen die Bayern landen.
Xherdan Shaqiri spielt am Mittwoch für Basel gegen seinen künftigen Arbeitgeber Bayern München. (Bild: DPA)
Zwischen Jupp Heynckes und Bayern-Neuzugang Xherdan Shaqiri - der noch bis Saisonende beim FC Basel die Fußballschuhe schnürrt - wurde vor dem Champions-League-Duell schon ein bisschen gefrotzelt. «Er hat gesagt, ich soll Verständnis dafür haben, wenn er ein Törchen macht. Ich habe ihm gesagt: Das werden wir schon verhindern», sagte Heynckes mit Blick auf das Achtelfinal-Hinspiel zwischen dem Fußball-Rekordmeister aus München und dem FC Basel an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und Sat.1 ). «Das war nicht nur Flachs, aber sonst hätten wir den falschen Spieler verpflichtet. So wie ich ihn kenne, wird er versuchen, gegen uns richtig gut zu spielen.»
Achtelfinale der Champions League, HinspieleDienstag, 21. Februar:
ZSKA Moskau - Real Madrid
SSC Neapel - FC Chelsea
Mittwoch, 22 Februar:
FC Basel - Bayern München
Olympique Marseille - Inter Mailand
Tricks und Spektakel
Brisant ist das Duell zwischen den Münchnern und ihrem bis 2016 verpflichteten Mittelfeldakteur allemal. «Ich gebe 100 Prozent für den FC Basel», versprach der Schweizer Nationalspieler, den die Bayern für mehr als zehn Millionen Euro aus dem bis 2014 datierten Vertrag herausgekauft haben dürften. «Er wird seinen Weg machen», prognostizierte Shaqiris aktueller Trainer Heiko Vogel. «Er ist durch und durch Fußballer. Shaq ist zwar körperlich klein, aber ein Riese.»
Der 1,69 Meter große «Straßenfußballer» (Vogel) selbst sieht sich als Kicker, der «Tricks, Spektakel, das Besondere» liebt. Und er freut sich besonders auf Franck Ribéry . Ähnlich sei er ihm von der Spielanlage, betonte der 20-Jährige, und ein ähnlicher Spaßvogel. «Das könnte ein schöner Wettkampf zwischen Franck Ribéry und mir werden.»
«Sonst würden wir ihn nicht holen»
Als Gute-Laune-Profi haben die Münchner den wuchtigen Mann mit dem Spitznamen Kraftwürfel aber nicht verpflichtet. Wohl jedoch wegen der besonderen Fähigkeiten des Flügel-Spielers. «Er ist ein außergewöhnliches Talent, ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann», schwärmte Trainer Heynckes. «Das ist ein forscher Spieler, der aus der Intuition heraus Fußball spielt. Was er macht, ist nicht berechenbar. Er ist frech und natürlich auch fußballerisch sehr gut. Wie er den Ball annimmt, mitnimmt, sich dreht. Da hat er schon sehr, sehr viel, was man braucht, um ein großer Spieler zu werden.»
Auch bei den künftigen Mitspielern eilt ihm sein Ruf schon voraus. «Beweglich, guter Techniker, Zug zum Tor», schilderte Kapitän Philipp Lahm, «dass er ein guter Spieler ist, ist außer Frage. Sonst würden wir ihn nicht holen.»
Vom SV Edenkoben zum FC Basel: der ehemalige Jugendtrainer der Bayern
Ebenfalls brisant: der aktuelle Coach der Basler Heiko Vogel ist der frühere Jugendtrainer der Bayern. Philipp Lahm, Holger Badstuber oder Thomas Müller haben unter ihm gespielt. Philipp Lahm ist noch so manch ein Fußball-Spielchen mit dem früheren Jugendtrainer in Erinnerung geblieben. «Kicken kann er», erinnert sich der Kapitän des FC Bayern und ergänzt augenzwinkernd: «Aber ich glaub', durch uns hat er erst so richtig Fußballspielen gelernt.»
Auch wenn der aktuelle Coach von Bayerns Achtelfinal-Gegner FC Basel als höchste aktive Empfehlung nur die Regionalliga mit dem SV Edenkoben aufzuweisen hat - als Trainer mischt er nun in der Runde der ganz Großen seiner Zunft mit. «Man muss kein Weltklassespieler gewesen sein, um auch ein sehr guter Trainer zu werden», sagte Jupp Heynckes.
L'essentiel Online / (dpa)


















