Armstrong bei Ullrich

19. August 2018 12:59; Akt: 19.08.2018 13:00 Print

«Jan braucht jetzt eure Hilfe»

Nach mehreren Eskapaden befindet sich Jan Ullrich in einer Entzugsklinik. Dort hat nun sein ehemaliger Rivale Lance Armstrong vorbeigeschaut.

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Jahrelang sind sie gegeneinander gefahren, haben erbittert um das gelbe Trikot gekämpft. Von 1997 bis 2005 haben Jan Ullrich und Lance Armstrong die Tour de France geprägt. Der Deutsche konnte die Rundfahrt einmal, der Amerikaner gleich sieben Mal hintereinander für sich entscheiden.

Die Staatsanwaltschaft äußert sich zu Ullrich. Video: Tamedia/Reuters

So ähnlich ihre Karrieren verliefen, so simultan geschah der tiefe Fall nach dem Rücktritt. Sowohl Ullrich wie auch Armstrong wurden beide des Dopings überführt, letzterem sogar alle sieben Tour-Triumphe aberkannt. Während Armstrong fortan mit seinem Image zu kämpfen hatte, geriet Ullrich zuletzt mit Skandalen ins Schlaglicht. In Mallorca soll er unter Drogeneinfluss mehrfach bei Schauspieler Till Schweiger, seinem Nachbarn, für Ärger gesorgt haben. Und vor einer Woche wurde er wegen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung an einer Prostituierten zwischenzeitlich verhaftet und musste sich daraufhin in eine Entzugsklinik in der Nähe von Frankfurt am Main einweisen lassen.

«Mein Freund geht einen schweren Weg»

Offenbar stehen sich nun die beiden gefallenen Radstars in schweren Zeiten bei. So besuchte Armstrong seinen alten Rivalen in der Entzugsklinik, wie ein Foto auf Instagram zeigt. Darunter schreibt der 46-Jährige: «Ich liebe Jan Ulrich.» Dass er den Namen seines Freundes dabei falsch schreibt, stört wohl kaum. Armstrong fuhr fort: «Er war so ein spezieller Rivale für mich. Er hat mir Angst gemacht, mich motiviert und das Beste aus mir rausgeholt.»

Es ist der Dank für eine intensive Rivalität und auch der Grund, warum Armstrong nun nach Deutschland kam. «Mein Freund geht heute einen schweren Weg. Ich wollte die Gelegenheit nicht verpassen, einige Tage mit ihm zu verbringen.» Am Ende richtete sich Armstrong mit einem Appell an seine Fans: «Bitte behaltet Jan in euren Gedanken und Gebeten. Er braucht jetzt eure Hilfe.»

(L'essentiel/nry)

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