Fussballer unter Verdacht

27. Juni 2019 08:03; Akt: 27.06.2019 08:13 Print

Ägypter wegen sexueller Belästigung suspendiert

Nationalspieler Amr Warda werden obszöne Kommentare und ein Nacktvideo zum Verhängnis. Der ägyptische Verband hat ihn vom Afrika-Cup ausgeschlossen.

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In der Heimat an der Seite von Stürmerstar Mohamed Salah den Afrika-Cup zu bestreiten, das ist wohl für jeden ägyptischen Fußballer ein Traum. Für Amr Warda ging er in Erfüllung, platzte dann allerdings jäh. Weil dem Mittelfeldspieler sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, hat der Fußballverband (EFA) ihn für den Rest des Turniers aus dem Kader genommen.

Die Suspendierung gab der Verband wenige Stunden vor dem zweiten Gruppenspiel bekannt, das Ägypten am Mittwochabend um 22 Uhr (MEZ) gegen die Demokratische Republik Kongo bestreitet. «Er ist definitiv raus», kommentierte Nationalcoach Ihab Leheita die Maßnahme. «Wir müssen uns auf das Spiel konzentrieren», ergänzte er. EFA-Präsident Hani Abu Rida sagte gegenüber Medien: «Die Maßnahme gegen den Spieler dient dazu, Disziplin, Engagement und Konzentration im Team aufrecht zu erhalten.»

Schon 2017 negativ aufgefallen

In den sozialen Medien hatten schon Anfang Woche erste Vorwürfe gegen den 25-Jährigen kursiert. Gleich mehrere Frauen hatten Screenshots mit obszönen Kommentaren des Profis, der bei PAOK Saloniki unter Vertrag steht und zuletzt vom griechischen Meister an Atromitos Athen ausgeliehen worden war, im Netz geteilt. Drei weitere ägyptische Spieler sollen mindestens einer Frau ebenfalls anzügliche Nachrichten verschickt haben. Dazu machte die EFA jedoch keine Angaben.

Warda soll zudem einer Frau ein Nacktvideo von sich geschickt haben. Dieses tauchte am Mittwochmorgen auch im Netz auf. Und dazu holt die Vergangenheit den Profi ein. Denn bereits 2017 hatte der portugiesische Erstligitst CD Feirense nach nur wenigen Tagen seinen Vertrag per sofort aufgelöst. Grund: Warda soll die Ehefrauen von zwei Teamkollegen sexuell belästigt haben.

Am Afrika-Cup war Warda im Auftaktspiel am letzten Freitag gegen Simbabwe in der 71. Minute eingewechselt worden. Er verhalf seiner Mannschaft das vor der Pause durch Hassan Mahmoud (41.) erzielte 1:0 über die Zeit zu bringen.

(L'essentiel/ddu)

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