Nach Rassismus-Eklat

18. Oktober 2019 19:40; Akt: 18.10.2019 19:44 Print

Bulgarien-​​Coach Balakov tritt zurück

Sowohl der Nationaltrainer als auch die Führung des nationalen bulgarischen Fußballverbands reichen ihren Rücktritt ein.

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Das skandalöse EM-Qualifikationsspiel zwischen Bulgarien und England zieht nach vier Tagen weitere Konsequenzen nach sich. Am Freitag gaben sowohl der bulgarische Nationaltrainer Krassimir Balakov als auch die gesamte Führung des nationalen Verbandes ihren Rücktritt bekannt. In einer offiziellen Mitteilung heißt es, man sei «übereingekommen, dass die Leistungen des Nationalteams zuletzt enttäuschend» gewesen seien.

Der ehemalige GC-Trainer war international in die Kritik geraten, weil er rassistische Vorfälle heruntergespielt hatte. So waren während der Partie in Sofia die englischen Nationalspieler Raheem Sterling und Tyrone Mings mit Affenlauten von der Tribüne attackiert worden. Zudem zeigten einige Zuschauer den Hitlergruß. Das Spiel wurde in der ersten Halbzeit zweimal unterbrochen, dann aber beendet. England gewann 6:0, unter anderem durch zwei Tore von Sterling. Dieser schrieb danach auf Twitter: «Es tut mir leid für Bulgarien, dass sie von solchen Idioten repräsentiert werden.» Balakov selbst hatte nach dem Spiel verlauten lassen, dass er keine rassischten Gesänge vernommen habe und sich die englischen Fans daneben benommen hätten.

Rücktritt des Präsidenten und Festnahmen

Wegen der Ereignisse trat der Präsident des bulgarischen Fußballverbandes, Borisslaw Michailow, am Dienstag nach Aufforderung des bulgarischen Regierungschefs Boiko Borissow zurück. In der Verbandszentrale in Bojana bei Sofia begann kurz darauf eine polizeiliche Überprüfung wegen Korruptionsverdachts. Die Uefa hat eine Untersuchung gegen Bulgarien eingeleitet. Zuletzt waren am Mittwoch vier Bulgaren von der lokalen Polizei festgenommen worden. Sie sollen zu jenen Anhängern gehören, die im Stadion von Sofia mit rassistischen Parolen und Gesten auffielen.

(L'essentiel/red)

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