Formel 3

16. April 2019 09:00; Akt: 16.04.2019 09:06 Print

Comeback nur fünf Monate nach Horror-​​Crash

Die Bilder des schrecklichen Unfalls der Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch gingen um die Welt. Nun feierte die 18-Jährige ihre Rückkehr in den Rennsport.

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Es ist Sonntag, der 18. November 2018. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao wird das Weltfinale der Formel 3 ausgetragen. Die Piloten befinden sich auf der vierten Runde, als es passiert. Sophia Flörsch zieht den Wagen auf der Geraden vor der Lisboa-Kurve des Stadtkurses aus dem Windschatten eines Konkurrenten, um zu überholen. Der Fahrer vor ihr verzögert jedoch plötzlich, Flörsch verliert die linken Reifen und die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Eine Aufnahme zeigt, wie der ihr Rennbolide ungebremst von der Strecke über Fangzäune fliegt und schließlich mit 270 Stundenkilometern in die Streckenbegrenzung kracht.

Doch die Deutsche hatte Glück im Unglück. Elf Stunden lag Flörsch auf dem Operationstisch. Dabei wurde ihr der Splitter eines gebrochenen Halswirbels entfernt, der nur nur wenige Millimeter vom Rückenmark entfernt lag. Nach vier Tagen konnte die damals 17-Jährige wieder wenige Schritte gehen, nach sieben Tagen nach Hause fliegen und gar einen Monat später wieder anfangen, leicht zu trainieren.

Im Januar überraschte die Athletin mit ihrer Aussage, in den Rennsport zurückkehren zu und ihre Karriere fortsetzen zu wollen. «Ich will wieder auf mein früheres Level kommen, wenn nicht sogar ein höheres. Und ich freue mich so sehr darauf, wieder im Auto zu sitzen wie noch nie», sagte sie damals.

Gelungene Rückkehr

Nun hat sie ihren Worten Taten folgen lassen. Fünf Monate nach ihrem schweren Unfall Sophia Flörsch hat wieder ein Rennwochenende bestritten. Nachdem sie Mitte März war bei Testfahrten in Monza erstmals wieder in ihren Wagen gestiegen war, nahm sie am vergangenen Wochenende in Le Castellet erstmals wieder an einer offiziellen Rennveranstaltung teil. Bei der «FIA Formula Regional European Championship», einer regionalen Serie der Formel 3, belegte die Deutsche bei drei ausgetragenen Wettfahrten die Plätze 9, 8 und 5, wobei jeweils nur 10 Autos an den Start gingen.

Viel wichtiger als die Klassierung dürfte für die Deutsche jedoch gewesen sein, neues Selbstvertrauen zu tanken und wieder das Gespür für das Auto während eines Rennens zu bekommen. Und so will man Sophia Flörsch nur wünschen, dass sie auf dem Weg zu ihrem großen Ziel, der Formel 1, von jetzt an unversehrt bleibt.

(L'essentiel/erh)

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