Krönung

02. Januar 2020 08:59; Akt: 02.01.2020 09:08 Print

Darts-​​Weltmeister Peter Wright weint sofort los

Die Überraschung ist perfekt! Peter Wright wird Weltmeister und wird auf der größten Darts-Bühne der Welt sofort emotional.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Paradiesvogel Peter Wright kamen sofort die Tränen. Nach dem größten Triumph seiner Laufbahn umarmte der Schotte mit großer Hingabe den WM-Pokal, dann führte er ein spontanes Tänzchen vor seinen Fans auf. «Das klingt unglaublich. Jetzt bin ich tatsächlich Weltmeister», sagte «Snakebite» mit passend zum Shirt lila gefärbten Haaren auf der Bühne. Der 49-Jährige hatte zuvor den Weltranglistenersten Michael van Gerwen im Darts-Finale von London am Mittwochabend mit 7:3 geschlagen und damit für eine echte Überraschung gesorgt.

Der Sieg im Alexandra Palace beschert Wright nicht nur die 25 Kilogramm schwere Sid Waddell Trophy, sondern auch ein Preisgeld von 500.000 Pfund. «Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber was soll ich machen? Peter hat hervorragend gespielt», sagte der geschlagene van Gerwen, der Wright eine große Leistung attestierte. Im Konfettiregen reckte der Schotte den Riesenpokal in die Höhe. Als er auf den Anteil seiner Frau angesprochen wurde, stockte ihm die Stimme. Wright war sprachlos.

«Jetzt bin ich dran»

Er beendete mit dem Sieg seine Misere gegen van Gerwen, dem er zuvor in neun Major-Finals immer unterlag. «Ich habe große Spiele verloren, deshalb hatte ich schon im Vorfeld das Gefühl, dass ich jetzt einfach dran bin. Und das habe ich jetzt auch gemacht», betonte Wright. In der Weltrangliste verbessert sich der neue Weltmeister, dem am Mittwoch zahlreiche Aufnahmen mit der Maximalpunktzahl von 180 gelangen, auf Rang zwei. Das Duell auf allerhöchstem Niveau war nach knapp drei Wochen WM ein beeindruckender Schlusspunkt und echte Werbung für den Sport.

Der vom Publikum gefeierte Herausforderer nahm nach drei starken Auftritten gegen Jeffrey de Zwaan (4:3), Luke Humphries (5:3) und Gerwyn Price (6:3) sein ganzes Selbstbewusstsein mit in den WM-Finale und holte sich schnell eine Führung von 2:0-Sets. Der ruhige Silvesterabend («Film schauen im Hotel und schon vor Mitternacht einschlafen») schien dem Schotten zunächst gut getan zu haben. Vor dem Match kündigte er schon an: «Es spielt ein neuer Snakebite, der sehr glücklich mit seinen Darts ist. Ich bin bereit.»

Van Gerwen dreht auf

Erst nach seinem Fehlstart und den zwei für Werbung genutzten Spielpausen legte van Gerwen eine mächtige Schippe drauf und knüpfte an sein gewohnt hohes Niveau an. Im dritten Set warf er eine starke Aufnahme nach der anderen, sein Average von 121,9 Punkten ließ Wright keine Chance. Es entwickelte sich das erhoffte hochklassige Endspiel, bei dem sich der mutige Schotte nicht einschüchtern ließ, obwohl van Gerwen zuweilen angsteinflößend brüllte und jubelte. Die so wichtige 3:1-Führung verpasste Wright nur um wenige Millimeter.

Das rasante Darts-Spektakel vor 3000 Zuschauern im «Ally Pally» entschädigte für viele Partien in den finalen Runden, die deutlicher ausgefallen waren als erwartet. Es ging hin und her: Wright warf sieben perfekte Darts und checkte mit beeindruckender Sicherheit aus, das zwischenzeitliche 4:2 mit 15 von 25 Doppeltreffern verblüffte nicht nur van Gerwen, sondern auch zahlreiche Experten. Dass Wright zuvor bereits 59 Partien gegen van Gerwen verloren hatte, war ihm nicht anzumerken.

«The Green Machine» kämpfte sich zwar noch einmal auf 3:4 heran, musste sich trotz ordentlicher Leistung aber dem vor allem in der Schlussphase herausragenden Wright geschlagen geben. «Peter Peter Wright Peter Wright Peter Peter Wright», tönte es in voller Lautstärke in der Arena im Norden Londons. Dauersieger van Gerwen war schon bei seinem Einlauf ausgepfiffen worden.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.