Todestag

01. Mai 2019 13:19; Akt: 01.05.2019 13:21 Print

Der König der Rennfahrer und sein tragischer Tod

Heute vor 25 Jahren endete eine der größten F-1-Karrieren abrupt – Ayrton Senna verunglückte tödlich.

Überlebenschance gleich Null: Sennas Lenkung versagt und er kracht mit über 200 km/h in die Streckenbegrenzung. Der Mythos Senna lebt bis heute. (Video: AFP/Youtube)

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In seinem blauen Renn-Overall lag er ausgestreckt auf dem Asphalt, umringt von Streckenposten, Sanitätern und Ärzten. Ayrton Senna war an diesem 1. Mai 1994 gerade mit voller Wucht in die Steckenbegrenzung von Imola eingeschlagen. Herumfliegende Wrackteile hatten seinen Helm durchbohrt – er hatte keine Überlebenschance. Doch der Mythos um die Rennfahrerlegende aus Brasilien lebt bis heute. Der aktuelle Weltmeister Lewis Hamilton nennt ihn als Vorbild und Motivation für seine Erfolge.

Die Anfänge
Vom Kart in die Formel 1

Ayrton Senna kam 1984 in die Formel 1. Bild: Keystone

Ayrton Senna kam 1960 als Sohn wohlhabender Eltern in Sa?o Paulo zur Welt. Schon als Kind interessierte er sich für den Motorsport. Mit 13 debütierte er im Kart und wurde mit 17 erstmals südamerikanischer Meister. Via britische Formel Ford und Formel 3 – er wurde jeweils überlegen Champion – kam er 1983 als Testpilot in die Formel 1. 1984 unterschrieb er beim Rennstall Toleman seinen ersten Formel-1-Vertrag.

Die Erfolge
Dreifacher Weltmeister

Geübter Jubler: In seiner Karriere gewann der Brasilianer 41 GPs. Bild: Getty Images

Nach seiner Debütsaison im unterlegenen Toleman wechselte Senna 1985 zu Lotus. Im 2. Rennen der Saison feierte er den ersten GP-Sieg seiner Karriere – 40 weitere folgten. Im Lotus wurde er zweimal WM-Vierter und einmal Dritter. 1988 wechselte er zu McLaren und feierte bei den Rotweißen drei WM-Titel (1988, 1990 und 1991). 1990 wurde Senna von «L'Equipe» zum «Weltsportler des Jahres» gewählt.

Der Erzivale
Alain Prost

Verbittertes Duell: Senna (links) gegen seinen Teamkollegen Alain Prost. Bild: Keystone

Der Franzose war Mitte der 80er der Pilot, den es zu schlagen galt. 1988 wurden er und Senna Teamkollegen. Ein Jahr später wurde das Klima zwischen den beiden rauer, ehe es 1990 eskalierte – Rennunfall in Japan. Sie redeten fortan kein Wort mehr miteinander. Nach Prosts Karriereende 1993 versöhnten sie sich, und der Franzose wurde zu einem engen Vertrauten Sennas.

Der Unfall
Ein fatales Wochenende

Mit 211 km/h in die Mauer: Sennas Auto nach dem Aufprall. Bild: Keystone

Der GP von San Marino in Imola stand 1994 schon vor Rennstart unter keinem guten Stern. Im Qualifying war Roland Ratzenberger tödlich verunfallt. Der damals 34-jährige Senna startete von der Poleposition ins 3. Saisonrennen. In Runde 7 kam sein Williams am Ende der Tamburello-Kurve von der Strecke ab und prallte mit 211 km/h in eine Mauer. Wenige Stunden später wurde er für tot erklärt. Möglicher Grund für den Unfall: eine defekte Lenkstange.

Der Mythos
Vorbild aller Piloten

Für immer unter der Haut: Sennas Mythos lebt noch heute. Bild: Keystone

Kaum ein Fahrer, der nicht Senna als eines seiner Vorbilder nennt. Sein Erfolgshunger, seine Präzision am Lenkrad und seine Risikofreude auf der Strecke machten ihn zur Legende. Auch abseits der Strecke wurde er geliebt. Seine Persönlichkeit und sein Charisma waren einzigartig in der Formel 1. Er wurde von den Maßen geliebt. 500 000 Menschen begleiteten in Sao Paulo seinen Trauerzug.

(L'essentiel)

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