Prunkbauten

24. März 2020 07:47; Akt: 24.03.2020 07:53 Print

Die besten Stadien, die nie gebaut wurden

Von umgebauten Kohlekraftwerken bis zu Vulkanen: Das sind die außergewöhnlichsten Pläne für neue Stadien – die sich als nicht umsetzbar erwiesen.

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Portsmouth

Im Jahr 2008 veröffentlichten die Basler Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron Pläne, ein neues Stadion für den damaligen Premier-League-Club Portsmouth zu bauen. Es hätte direkt neben dem Wahrzeichen der Hafenstadt, dem Spinnaker Tower, gebaut werden sollen und hätte Platz für 36.000 Zuschauer geboten. Die Finanzkrise und der sportliche Abstiege verunmöglichten die Baupläne in der Höhe von 600 Millionen Pfund. Heute spielt der Club in der dritten Liga und immer noch im Fratton Park mit einer Kapazität von gut 20.000 Zuschauern. Im Januar kündete der Club von der Südküste Englands Renovierungsarbeiten an.

Barcelona

Die Katalanen spielen bereits in einem der bekanntesten Stadien der Welt, dem Camp Nou, das fast 100.000 Zuschauer fasst. Aber die Heimstätte Barcelonas wurde 1957 fertiggestellt und ist in die Jahre gekommen. Eine Idee war, ein neues Stadion im Meer vor dem Strand Barcelonas zu bauen und mit einer Brücke mit dem Festland zu verbinden. Auch bei Barcelona wurde anstelle eines neuen Stadions das bereits bestehende renoviert. Immerhin: Die zweite Mannschaft des spanischen Meisters spielt in einem brandneuen Stadion, benannt nach Clublegende Johan Cruyff.

Bei diesen Bildern wird es Musikliebhabern wie auch Fußballfans warm ums Herz. Chelsea, nahe des Ufers der Themse in Südlondon beheimatet, wollte auf die andere Flussseite in die Battersea Power Station ziehen. Die Band Pink Floyd machte das ehemalige Kohlekraftwerk weltberühmt, es erschien 1977 auf dem Album «Animals» mit einem weiter oben schwebenden Schwein. Die Blues scheiterten mit einer Kaufofferte für das ikonische Gebäude und spielen weiterhin an der Stamford Bridge – auf der Nordseite der Themse. Und die Power Station ist heute ein buntes Gemisch aus Wohnungen, Läden, Restaurant und Cafés.

Lazio RomEin Glasdach und Solarpanels: So hätte das neue Stadion von Lazio aussehen sollen. (Bild: Lazio Rom)

Lazio teilt sich das Olympiastadion mit seinem großen Rivalen AS Roma. In den Nullerjahren wollte der Club ausziehen und ein neues Stadion mit Glasdach, Solarpanels und einer Kapazität von 40.000 Zuschauern bauen. Das Stadio delle Aquile, benannt nach dem Adler in Lazios Logo, wurde auch wegen der Finanzkrise nie gebaut.

Dinamo ZagrebDas neue Stadion des kroatischen Meisters. (Bild: Dinamo Zagreb)

Futuristisch waren die Pläne von Dinamo Zagreb. Der Club aus der kroatischen Hauptstadt wollte ein Stadion bauen, das einem Vulkan gleicht. Wie man auf diese Idee kam, ist nicht bekannt. Umgesetzt wurde sie nie, der diesjährige Champions-League-Teilnehmer spielt weiterhin im Stadion Maksimir vor gut 35.000 Zuschauern.

(L'essentiel/va)

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