ATP-Tour

12. Mai 2020 18:22; Akt: 12.05.2020 18:39 Print

«Djokovic muss geimpft werden» – wie alle anderen

In einem Gespräch mit einer spanischen Zeitung äußert sich Rafael Nadal zu den Impf-Kommentaren von Novak Djokovic. Nadal hat eine klare Meinung.

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Wenn es nach dem spanischen Tennisstar Rafael Nadal geht, ist die Sache klar. Zumindest betreffend Novak Djokovic und seine Meinung betreffend Impfungen.

So sagt Nadal gegenüber der spanischen Zeitung La Voz de Galizia, dass niemand von irgendjemandem etwas verlangen könne. Doch wenn man zu einer Tour gehöre, müsse man sich an die Regeln halten. Und: «Wenn die Tour eine Impfung zum Schutz aller vorschreibt, dann muss Djokovic geimpft werden, wenn er wieder auf höchstem Niveau Tennis spielen will. Genau wie ich. Jeder muss es einhalten.» Der 33-Jährige untermauert seine Meinung mit den Vorschriften gegen das Doping. «Es gibt ja auch andere Vorgaben, etwa Einschränkungen, was Medikamente angeht», sagt er. «Es geht einfach darum, die Regeln zu befolgen.»

Djokovic outete sich als Impfgegner

Nadal spielt auf die Äußerungen Djokovics an, die der Serbe im April tätigte. Aussagen, die den Tennisspieler als Impfgegner outeten. So sagte Djokovic damals in einem Instagram-Livegespräch mit serbischen Tenniskollegen: «Ich persönlich bin gegen Impfungen. Ich möchte nicht, dass mich jemand zwingt, einen Impfstoff einzunehmen, um reisen zu können.» Auch schloss er im Gespräch nicht aus, dass er sich einer Impfung verweigern würde, wenn es die ATP-Tour vorschreiben würde.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 32-Jährige für Schlagzeilen sorgt. So fiel er zuletzt durch mehrere Instagram-Videos mit seinem «Ratgeber» Chervin Jafarieh auf. In einem sprachen die beiden von positiven Gedanken, die sogar giftiges Wasser verwandeln könnten. Djokovic sagte: «Ich kenne einige Leute, die durch energetische Transformationen, durch die Kraft von Gebeten, durch die Kraft von Dankbarkeit, das vielleicht giftigste Wasser in das Wasser mit der größten Heilkraft verwandelt haben.»

«Er wurde von Gott gerettet»

Und auch seine Mutter, Dijana Djokovic, tätigte Aussagen, die die Familie Djokovic ins Abseits beförderten. So plauderte sie in einem Video­interview mit dem serbischen Onlineportal Blic Sport über das Leben und die Einstellung ihres Sohnes.

Mama Djokovic erzählte, dass sich Novak als von Gott auserwählt ansieht. Und über den letztjährigen Wimbledon-Finale erzählt sie: «Als Federer zwei Matchbälle hatte, griff ich nach meinem Kreuz vom Fluss Don. Ich bin gläubig, das Amulett trage ich ständig, es hat mich in schwierigen Momenten oft gerettet. Ich sagte mir: ‹Nole, du kannst das, du hast es zweimal getan, du kannst es auch ein weiteres Mal.› Er hat es getan. Er wurde von Gott gerettet.»

(L'essentiel/Nils Hänggi)

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