Tokio 2020

18. März 2020 10:10; Akt: 18.03.2020 10:12 Print

Erste Kritik am Olympia-​​Plan aus den eigenen Reihen

Das Olympische Komitee hält trotz Corona-Pandemie an der Austragung der Olympischen Spielen in Tokio 2020 fest. IOC-Mitglied Wickenheiser hält das für unverantwortlich.

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Seit 2014 ist Hayley Wickenheiser IOC-Mitglied. Aber die Pläne, trotz der Corona-Pandemie an den Olympischen Spielen in Tokio festzuhalten, findet sie unverantwortlich. (Bild: AFP/Bruce Bennett)

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Die viermalige Olympiasiegerin Hayley Wickenheiser hat als erstes IOC-Mitglied deutliche Kritik am strikten Festhalten des Internationalen Olympischen Komitees an den Sommerspielen in Tokio geäußert. «Die Krise ist größer – selbst als die Olympischen Spiele», schrieb die 41 Jahre alte Kanadierin bei Twitter. «Ich denke, dass das IOC mit einer solchen Überzeugung darauf besteht, dass es weitergeht, ist unverantwortlich und gefühllos.»

Das IOC hatte am Dienstag erneut bekräftigt, dass die Spiele trotz der Coronavirus-Pandemie am 24. Juli in der japanischen Hauptstadt eröffnet werden sollen. «Das IOC bleibt den Olympischen Spielen Tokio 2020 uneingeschränkt verpflichtet», teilte die Organisation nach einer Telefonkonferenz des Exekutivkomitees mit. «Da bis zu den Spielen noch mehr als vier Monate verbleiben, sind zum jetzigen Zeitpunkt keine drastischen Entscheidungen erforderlich.» Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt wären «kontraproduktiv».

Wickenheiser, einst eine der besten Eishockeyspielerinnen der Welt, ist seit 2014 IOC-Mitglied. «Sollen die Spiele abgesagt werden? Niemand weiß es zum jetzigen Zeitpunkt», schrieb sie. Aber «mit Sicherheit» zu sagen, dass sie stattfinden, sei «eine Ungerechtigkeit für die Athleten und die gesamte Weltbevölkerung», ergänzte Wickenheiser. «Wir müssen das Unbekannte anerkennen».

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heng am 20.03.2020 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss ja niemand hingehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heng am 20.03.2020 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss ja niemand hingehen.