Nach Horror-Sturz

06. August 2020 19:13; Akt: 06.08.2020 19:20 Print

Fahrer kritisieren 85-​​km/h-​​Sprint als lebensgefährlich

Auf der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt stürzt Fabio Jakobsen und verletzt sich schwer. Während Ärzte nun die nächsten Schritte planen, kritisieren Radprofis den Veranstalter.

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Nach dem schweren Sturz des holländischen Rennradfahrers Fabio Jakobsen beim Zielsprint der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt wollen ihn die Ärzte langsam aufwachen lassen. «Die Versuche, den Patienten aus dem künstlichen Koma zu holen, werden schrittweise erfolgen», sagte ein Sprecher des Krankenhauses in Sosnowiec laut Nachrichtenagentur PAP am Donnerstag.

Dies werde vermutlich erst am Freitag in den frühen Morgenstunden der Fall sein, und erst dann können neue Informationen über seinen Gesundheitszustand gegeben werden, hieß es weiter. Gegenwärtig sei der Zustand des Radrennfahrers, der eine fünfstündige Operation überstanden habe, stabil.

« Wir beten weiter, dass er überlebt »

Jakobsen war bei hoher Geschwindigkeit am Mittwoch von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden und prallte in die Absperrbande. Dabei hatte er sich schwere Verletzungen im Gesicht zugezogen und war regungslos liegengeblieben.

«Wir beten weiter, dass er überlebt», sagte Patrick Lefevere, Teamchef von Jakobsens belgischem Rennstalls Deceuninck-Quick Step, am Donnerstag im belgischen Radio, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. «Alle Knochen in seinem Gesicht sind gebrochen», berichtete Lefevere.

«Nachdem wir den Sturz gesehen haben, haben wir das Schlimmste befürchtet, aber jetzt wissen wir, dass die Situation ernst, aber stabil ist», wurde Renndirektor Czeslaw Lang nach einem Besuch im Krankenhaus in einer Mitteilung der Organisatoren zitiert.

Groenewegen droht Anzeige – heftige Kritik an Veranstalter

Lefevere hatte am Abend zuvor gesagt, dass Groenewegen eine Gefängnisstrafe verdiene. Diese Worte bedauere er nicht, sagte Lefevere und erklärte: «Wir werden Schritte unternehmen, um bei der UCI und der Polizei Anzeige zu erstatten.» Der Radsportweltverband UCI teilte bereits am Mittwochabend mit, dass er den Fall an die Disziplinarkommission weitergeleitet habe, um Sanktionen gegen Groenewegen zu beantragen.

Heftige Kritik an den Veranstaltern der fünftägigen WorldTour-Rundfahrt übte Radprofi Simon Geschke. «Jedes Jahr derselbe dumme Bergab-Sprint bei der Polen-Rundfahrt. Jedes Jahr frage ich mich, warum die Organisatoren denken, das sei eine gute Idee», schrieb der 34 Jahre alte gebürtige Berliner. «Massensprints sind gefährlich genug, man braucht kein Bergab-Finale mit 80 km/h», ergänzte der Tour-de-France-Etappensieger von 2015.

Ein bei dem Unfall ebenfalls schwer am Kopf verletzter Mitarbeiter sei wieder bei Bewusstsein und in einem «stabilen Zustand», wie die Renn-Organisatoren mitteilten.

(L'essentiel/DPA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 06.08.2020 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefeierlech hei, Gefeierlech do... An trotzdem fueren se all weinst dem Geld a Fame all Joer do mat...

  • ech64 am 07.08.2020 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sein Landsmann Dylan Groenewegen misst gesparrt gin well ett ass onverantwortlech dass een bei der Vitesse een aaneren esou ewesch dreckt

Die neusten Leser-Kommentare

  • ech64 am 07.08.2020 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sein Landsmann Dylan Groenewegen misst gesparrt gin well ett ass onverantwortlech dass een bei der Vitesse een aaneren esou ewesch dreckt

  • jimbo am 06.08.2020 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefeierlech hei, Gefeierlech do... An trotzdem fueren se all weinst dem Geld a Fame all Joer do mat...