Zwischenfälle

06. Mai 2019 21:40; Akt: 06.05.2019 21:50 Print

FLF beendet Futsal-​​Meisterschaft vorzeitig

LUXEMBURG – Es ist ein radikaler Schritt: Nach einem weiteren Zwischenfall während des Spiels zwischen Differdingen und dem RFCU wird die Futsal-Meisterschaft vorzeitig beendet.

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Es ist nicht leicht, in Luxemburg ein Futsal-Fan zu sein. Bei mehreren Partien kam es in letzter Zeit zu Übergriffen, zuletzt beim Playoff-Finale am Sonntag zwischen dem FC Differdingen 03 und der RFCU in Oberkorn. Am 29. Januar war es das Derby zwischen Futsal Wilwerwiltz und dem FC Wiltz 71, das sich in einen Faustkampf verwandelte. Dabei kam es zu einem Angriff auf einen Schiedsrichter und zu einem Kampf mit Spielern und Offiziellen beider Mannschaften. Am Sonntag, den 10. März, gab es zusätzlich einen heftigen Kampf zwischen rund 70 Etzella- und Jugendfans bei einem BGL-League-Spiel.

Der Rat des Luxemburger Fußballverbandes (FLF) traf sich am Montagabend, um diese Zwischenfälle zu analysieren. Das Ergebnis: «Der Vorstand hat beschlossen, die Futsal-Meisterschaft 2018/2019 mit sofortiger Wirkung zu beenden». In einer Erklärung heißt es: «Um die körperliche Unversehrtheit von Spielern, Schiedsrichtern und Zuschauern zu gewährleisten, ist dies der einzig mögliche Schritt».

Ein sehr schlechtes Image

Joël Wolff, Generalsekretär des Luxemburger Fußballverbandes (FLF), zeigte sich gegenüber «L'essentiel» frustriert: «Mir gehen diese Kämpfe auf die Nerven. Wir haben noch andere Dinge zu tun, als uns mit Übergriffen in Futsal-Spielen zu beschäftigen. Da stellt sich doch die Frage: Kommen die Spieler, um Fußball zu spielen oder um zu kämpfen?»

Was den Vorfall vom Sonntag in Oberkorn anbelangt, gibt es noch noch keine Entscheidung, mit welchen Konsequenzen die Verantwortlichen rechnen müssen. Das Bundesgericht der FFL wird sich am Donnerstag treffen, um den Fall zu prüfen. Es könnte zu Strafmaßnahmen kommen oder eine Untersuchung anberaumt werden, um Aufschluss über die Vorfälle zu geben, die dem Futsal im Großherzogtum ein schlechtes Image verleihen.

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tricky am 07.05.2019 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    et mist eeen dei all op Amneéville feieren

  • De Luss am 07.05.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Entschuldigung aber in meinen Augen ist diese Meisterschaft zu einem Ghettosport verkommen. Es spielen meist Spieler welchen in "normalen" Vereinen unerwünscht sind. Dieses nicht durch ihre Nationalität sondern durch ihr respektloses Verhalten gegenüber anderen Leuten. Aber selbst verlangen diese mehr Respekt für sich. Mein Neffe wollte och in eine Footsallverein spielen. Nach 2 Trainings hat er, obwohl er talentiert ist abgebrochen weil nur portugisisch gesprochen wurde. Als er dies bemängelte sagte man ihm, dass man nicht wegen 1 Spieler eine andere Sprache sprechen würde. "INTEGRATION"

  • sputnik am 07.05.2019 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine sehr kluge und nachvollziehbare Entscheidung seitens der FLF zum Schutz von Zuschauern , Kindern und dem Image vom Fußball hierzulande.

Die neusten Leser-Kommentare

  • De Luss am 07.05.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Entschuldigung aber in meinen Augen ist diese Meisterschaft zu einem Ghettosport verkommen. Es spielen meist Spieler welchen in "normalen" Vereinen unerwünscht sind. Dieses nicht durch ihre Nationalität sondern durch ihr respektloses Verhalten gegenüber anderen Leuten. Aber selbst verlangen diese mehr Respekt für sich. Mein Neffe wollte och in eine Footsallverein spielen. Nach 2 Trainings hat er, obwohl er talentiert ist abgebrochen weil nur portugisisch gesprochen wurde. Als er dies bemängelte sagte man ihm, dass man nicht wegen 1 Spieler eine andere Sprache sprechen würde. "INTEGRATION"

  • tricky am 07.05.2019 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    et mist eeen dei all op Amneéville feieren

  • sputnik am 07.05.2019 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine sehr kluge und nachvollziehbare Entscheidung seitens der FLF zum Schutz von Zuschauern , Kindern und dem Image vom Fußball hierzulande.