Radsport in Luxemburg

01. Juni 2018 10:42; Akt: 01.06.2018 11:16 Print

«Für die Fahrer ist die Tour in Luxemburg optimal»

LUXEMBURG – Hinter den Fahrern fristen die Betreuer der Radsportteams ein Schattendasein bei der Tour de Luxembourg. Hier erklären sie ihre Aufgabe.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Jeden Morgen vor dem Start und jeden Abend bei der Ankunft tummeln sich viele Menschen um die Teambusse auf der Skoda-Tour de Luxembourg. Die meisten davon sind Mitarbeiter der Rennställe, die in der Regel jeweils einer bestimmten Aufgabe zugeordnet sind.

Vor dem Start überprüft Nicolas, Mechaniker, noch einmal die Rennräder der Fahrer vom Team Direct Energie. «Wenn das Team gut funktioniert, ist die Arbeit schon mal gemacht worden», lächelt er und ergänzt: «Ich kontrolliere nur, ob die Zahnräder einwandfrei laufen und alles sauber ist.» Nicolas ist nicht nur für die Technik verantwortlich. Während sich die Sportler aufwärmen bleibt er in ihrer Nähe und reicht ihnen Handtücher und Getränke.

«Fahrer motivieren oder aufbauen»

Ein paar Meter weiter, am Bus des Teams Cofidis-Bus, wacht Laurent Duperron über das Wohlbefinden der Fahrer. Der Teamarzt «prüft morgens, ob alles in Ordnung ist, ob es keine Verdauungsprobleme oder Fieber gibt. Und natürlich muss man sich um die kleinen Wehwehchen kümmern», erklärt er. Seine Arbeit ist im Vergleich zu anderen Rundfahrten etwas leichter, da in Luxemburg alle Fahrer im selben Hotel übernachten. «Die Wege hier sind kürzer. Dadurch können sich die Fahrer länger erholen. Für sie ist das Luxemburger Rennen optimal.» Nicolas, der Mechaniker, teilt diese Beobachtung: «Die Tour de Luxembourg ist für uns sehr praktisch. Es gibt nach den Etappen keinen Transfer. So können wir effizienter arbeiten.»

Beim Team von Alex Kirsch, AquaProtect-Veranclassic, erklärt Trainer Alexandre Abel seine Aufgabe während der Rundfahrt: «Ich muss die Fahrer motivieren oder aufbauen, wenn sie ein schlechtes Ergebnis gefahren sind.» Seiner Meinung nach, habe der Radsport einen «sehr wissenschaftlichen Ansatz» mit vielen Messungen und Daten entwickelt. Ohne die menschliche Komponente sei aber kein Renne zu gewinnen.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)