Geschichte des Radsports

17. Mai 2016 21:37; Akt: 17.05.2016 21:41 Print

Jungels auf den Spuren des großen Charly Gaul

LUXEMBURG - Am Dienstag sicherte sich Radprofi Bob Jungels die Spitzenposition beim Giro d'Italia. Das gelang zuletzt einem Luxemburger vor 57 Jahren.

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Bob Jungels hat am Dienstag Luxemburger Radport-Geschichte geschrieben. Der 23-Jährige aus Rollingen eroberte auf der 10. Etappe des Giro d'Italia das Rosa Trikot des Gesamtführenden. Obwohl er die Etappe nicht gewonnen hat, reichte es am Ende zum Platz an der Sonnen. Insbesondere seine klasse Leistung beim Zeitfahren am Sonntag katapultierte ihn nun auf den Spitzenplatz.

Mit dieser Performance ist Jungels erst der zweite Luxemburger, der das Feld beim Giro jemals anführte. Sein Vorgänger ist kein geringerer als Charly Gaul. Der «Engel der Berge» durfte das Trikot in den Jahren 1956, 1957 und 1959 insgesamt 20 Mal überstreifen. 1956 und 1959 holte er sich sogar den Gesamtsieg. Aber es gab auch andere Radsportler aus dem Großherzogtum, die bei den großen Rennen schon das Leibchen des Spitzenreiters trugen.

Bei der Vuelta in Spanien schaffte dies 2004 Benoît Joachim. Dabei profitierte er von dem guten Team-Zeitfahren seiner Mannschaft US Postal. Erfolgreicher waren die Luxemburger dagegen bei der Tour de France. Zehn Athleten hatten das berühmte Gelbe Trikot zwischen 1909 und 2011 insgesamt 96 Tage getragen. Viele von ihnen haben das bekannteste Radrennen der Welt dann auch gewonnen: François Faber (1909), Nicolas Frantz (1927, 1928), Charly Gaul (1958) und Andy Schleck (2010).

Sechs andere durften das «Maillot jaune» tragen, konnten aber nicht damit in Paris einfahren. Das waren Arsène Mersch (1936), Jean Majerus (1937 und 1938), Jean Goldschmit (1950), Bim Diedrich (1951), Kim Kirchen (2008) und Fränk Schleck (2008).

Nun hat sich mit Jungels ein weiterer Fahrer in die Liste der Führenden bei großen Rundfahrten eingetragen: Bob Jungels.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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