Dank Spieler

21. August 2019 07:37; Akt: 21.08.2019 07:41 Print

Schiedsrichter überlebt Herzattacke

In einem Kreisliga-Testspiel bricht der Unparteiische zusammen. Zu seinem Glück steht ein Fußballer auf dem Feld, der richtig reagiert.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fridtjof Seiffert wird in Deutschland zurecht als Lebensretter gefeiert. Der 27-Jährige gehört dem Kreisligisten SV Merseburg-Meuschau im deutschen Sachsen-Anhalt an und kam bei dessen Testspiel gegen den SV Burgwerben zum Einsatz. «Ole», wie der Amateurfußballer von seinen Freunden genannt wird, schildert der Mitteldeutschen Zeitung (MZ), was sich während der Partie ereignet hat: «Ich sah, wie der Schiedsrichter plötzlich pfiff, auf die Knie sackte und auf einmal nach vorne umfiel.» Seiffert zögert keine Sekunde, eilt zum Unparteiischen und leistet umgehend Erste Hilfe.

Der Schiedsrichter hat offenbar nach einer halben Stunde Spielzeit auf dem Platz einen Herzstillstand erlitten. «Anfangs hatte ich ihn in die stabile Seitenlage gedreht und jemanden aufgefordert, einen Notruf abzusetzen», blickt Seiffert auf die bangen Momente zurück. Als beim Zusammengebrochenen der Herzschlag ausbleibt, dreht Seiffert den Mann auf den Rücken und führt Wiederbelebungsmaßnahmen durch.

Gewusst wie

Der Mittelfeldspieler weiß genau, wie er in einem solchen Notfall vorgehen muss. Schließlich ist er nicht nur Student in Ernährungswissenschaften, sondern auch ein ausgebildeter Gesundheitspfleger. Seifferts Herzdruckmassage zeigt Wirkung. Er betreut den Schiedsrichter bis zum Eintreffen des Notarztes und bleibt dabei stets telefonisch in Kontakt mit der Rettungsleitstelle. «Das Handy lag neben mir auf dem Rasen und so wusste ich, was zu tun ist und wo sich der Rettungswagen gerade befindet», sagt Seiffert. Der kollabierte Schiedsrichter wird schließlich ins Krankenhaus gefahren.

Dank des beherzten Handelns des Ersthelfers überlebte der Mittfünfziger die Herzattacke. Seifferts Heldentat ereignete sich zwar bereits am 3. August, der Schiedsrichter konnte die Klinik allerdings erst diese Woche verlassen – laut der MZ ohne Folgeschäden davongetragen zu haben. Der Verein (Eintracht Gröbers) des Unparteiischen bedankt sich auf seiner Homepage unter der Überschrift «wenn der Fußball zur Nebensache verkommt» beim Meuschauer Spieler, dass dieser sofort aktive Hilfe leistete und für dessen Zivilcourage. Fridtjof Seiffert und dem glücklichen Umstand sei zu verdanken, «dass Andreas uns erhalten geblieben ist». «Ole» sei Dank!

(L'essentiel/ddu)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.