Shorttrack

13. Februar 2020 21:35; Akt: 13.02.2020 21:42 Print

Sein Körper brannte – nun gibt er ein Comeback

Vor 13 Monaten erlitt Shorttrack-Star Sjinkie Knegt beim Anzünden eines Kachelofens lebensgefährliche Wunden. Jetzt ist er zurück.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Horror kam in Sekundenschnelle. Freundin Fenna erzählt über den 10. Januar 2019 später: «Ich war im Raum nebenan, gehe rüber und sehe Sjinkie in Flammen.» Sjinkie Knegt, der niederländische Shorttrack-Star, brennt. Es passiert beim Anzünden eines Holzkachelofens in seinem Haus in Bantega in den Niederlanden.

Knegts Kleider brennen, auch sein mächtiger Bart hat Feuer gefangen. Er schafft es unter die Dusche, doch die ganze Vorderseite des Körpers erleidet massive Verbrennungen. Am schlimmsten sind die Füsse dran, das Erfolgskapital schlechthin für einen Eisschnellläufer.

Noch heute in Spezialkleidung

Doch zuerst einmal muss Knegt froh sein, 13 Monate später wieder ein einigermaßen normales Leben führen zu können. Er kann von Glück reden, die Brandwunden überhaupt überlebt zu haben. In der Folge erhält er mehrere Hauttransplantationen und trägt als Unterwäsche noch heute eine Spezialkleidung. Nun plant er beim Weltcupfinale in Dordrecht in den Niederlanden an diesem Wochenende sein Comeback.

Der 30-Jährige erhält Wildcards für die Starts über 1000 und 1500 Meter. In der Szene und in seiner Heimat ist Knegt einer der größten Namen: 12-mal holte er EM-Gold, 6-mal war er Weltmeister. Bei den Winterspielen 2014 in Sotschi mit Bronze über 1000 Meter hatte er als erster niederländischer Shorttracker eine olympische Medaille gewonnen. In Pyeongchang 2018 eroberte er Olympia-Silber über 1500 Meter. In dieser Disziplin hält er gar den Weltrekord.

Am Samstag, 402 Tage nach dem fürchterlichen Unfall, kommt es also aller Voraussicht nach zu einem erfreulichen Comeback in der Eisschnelllauf-Welt. Mit Knegt kehrt auch eines seiner Markenzeichen zurück: Sein gar nicht so aerodynamischer Bart ist bereits wieder ziemlich mächtig.

(L'essentiel/te/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.