Langeweile

09. Juli 2020 18:47; Akt: 09.07.2020 18:47 Print

Stefan Effenberg fordert neuen Bundesliga-​​Modus

Um die Dominanz der Bayern zu brechen, wünscht sich der ehemalige Captain der Münchner eine tiefgreifende Reform. Er erhält von einem früheren Weltmeister Rückendeckung.

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Und am Ende gewinnen immer die Bayern. So müsste Gary Linekers legendärer Spruch heute lauten, bezieht man ihn auf die Bundesliga. «Fußball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball hinterher, und am Ende gewinnen immer die Deutschen», sagte die englische Stürmerlegende einst.

An der Übermacht der Münchner, die im Juni erneut die Meisterschale in die Höhe stemmen konnten, stört sich nun ausgerechnet ein ehemaliger Bayern-Captain: Stefan Effenberg hat sich nämlich für tiefgreifende Reformen in der höchsten deutschen Spielklasse ausgesprochen. «Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, der Bundesliga wieder zu mehr Spannung zu verhelfen: ein neuer Modus», schrieb der frühere deutsche Nationalspieler in einer Kolumne für das Nachrichtenportal T-Online.de. «Viele haben keine Lust mehr, weil sowieso immer Bayern gewinnt.» Zumal die Tendenz dahin gehe, «dass es in den nächsten Jahren so weitergeht».

Der Champions-League-Sieger von 2001 schlägt für den neuen Modus zwei Neunergruppen vor, «die bis Dezember in Hin- und Rückspielen um die Qualifikation für die Meisterrunde spielen. Die besten vier der beiden Gruppen sowie der bessere Gruppenfünfte spielen anschließend von Januar bis Mai in einer Neunergruppe den deutschen Meister aus – die restlichen spielen um den Klassenerhalt», so der 51-Jährige.

Das System Bundesliga steht vor dem Ende

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Auch Ex-Weltmeister Thomas Berthold befürchtet, dass der fehlende Konkurrenzkampf um die Meisterschaft in der Bundesliga zu einem Problem werden könnte. «Das System Bundesliga steht vor dem Ende, es braucht eine neue Ausrichtung», sagte der 55-Jährige bei T-Online.de. Die Entwicklung der Liga in den vergangenen Jahren zeige «die Schwächen des Systems», so Berthold.

Der FC Bayern hatte sich auch trotz Geisterspielen in Corona-Zeiten zum achten Mal in Folge überlegen den Meistertitel gesichert. Dem Titelkampf fehlt wegen der Souveränität der Münchner seit Jahren die Brisanz. Laut Berthold liegt das Problem bei der geltenden 50+1-Regel. «Ich bin für einen spannenderen nationalen Wettbewerb – doch dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Und das ist in Deutschland leider nicht so», sagte Berthold.

«Die DFL müsste sich als Schirmherr mit der ersten und der zweiten Liga zusammensetzen und ein anderes Modell ausarbeiten», empfiehlt der frühere Bayern- und Stuttgart-Profi. Die englische Premier League ist für ihn der Vorreiter. «Unter den aktuellen Bedingungen wird die Bundesliga niemals so spannend sein wie die Premier League», sagt Berthold.

(L'essentiel/dpa/kvo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mia san Mia am 10.07.2020 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Lo gëtt erem geint FC Bayern geschoss well dei eben den non plus ultra sin wat deitsche Fussball ubelangt an ganz oft Meeschter gin an och nach de Pokal vir sech entscheede kënnen. Dat es genau so wei et bei der Formel 1 war et as emmer geint Ferrari gestunkert gin weil dei eben la Crème de la Crème waren an Regelännerungen waren emmer gemeet vir Ferrari ze stoppen an duerfir as Formel 1 hautesdags net mei interessant.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mia san Mia am 10.07.2020 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Lo gëtt erem geint FC Bayern geschoss well dei eben den non plus ultra sin wat deitsche Fussball ubelangt an ganz oft Meeschter gin an och nach de Pokal vir sech entscheede kënnen. Dat es genau so wei et bei der Formel 1 war et as emmer geint Ferrari gestunkert gin weil dei eben la Crème de la Crème waren an Regelännerungen waren emmer gemeet vir Ferrari ze stoppen an duerfir as Formel 1 hautesdags net mei interessant.