Schimpftirade

15. Dezember 2017 13:39; Akt: 15.12.2017 13:42 Print

Trainervulkan staucht Spielerin zusammen

Jewgeni Trefilow platzt bei der Handball-WM der Frauen der Kragen. Der russische Trainer liest Polina Wedjochina im Viertelfinale die Leviten.

(Video: Tamedia/Sport Life)

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Jewgeni Trefilow ist im russischen Frauen-Handball nicht wegzudenken. Abgesehen von einer kurzen Auszeit steht der 62-Jährige seit 18 Jahren an der Seitenlinie. Erfolge feierten die Russinnen viele unter ihm. Sie wurden Weltmeister und Olympiasieger und gewannen EM-Medaillen. Bei der jetzigen WM in Deutschland ist für die Russinnen aber bereits im Viertelfinale Schluss. Sie unterlagen Norwegen deutlich. 17:34 lautete das Resultat am Mittwoch.

Es lief in jenem Spiel nicht rund, was Trefilow mehrmals auf die Palme brachte. Seinen größten Ausraster hatte der Trainer während eines Time-outs. Trefilow stauchte Polina Wedjochina in alter, russischer Manier während rund 20 Sekunden zusammen. Die Rückraumspielerin konnte einen Pass der Mitspielerin Karina Sabirowa nicht kontrollieren. Der Ball rutschte Wedjochina durch die Hände.

«Wir haben schlechte Manieren»

Trefilow kann offenbar gar nicht anders. «Ich coache so, wie ich selbst gecoacht wurde», sagte er. Der 62-Jährige spielte in den 80er-Jahren aktiv und gewann 1983 an der Spartakiade (Sportspiele der ehemaligen UdSSR) die Bronzemedaille. Immerhin ist Trefilow so nett, dass er sich nach seinen Wutausbrüchen bei den Spielerinnen entschuldigt. «Wir Russen haben schlechte Manieren. Aber wir werden es überleben.»

(L'essentiel/heg)

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