Das sagt Rosberg

11. Juni 2019 09:10; Akt: 11.06.2019 09:37 Print

«Vettel will immer den anderen die Schuld geben»

Nach der umstrittenen Strafe gegen Sebastian Vettel am GP von Kanada äußert sich der Ex-Weltmeister und hält mit Kritik nicht zurück.

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Sebastian Vettel vertauscht die Nummerntafel für den ersten Platz und zweiten Platz im Parc Ferme. (Bild: Photo4/lapresse)

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Es war die 48. Runde beim GP von Kanada in Montreal, die dem deutschen Formel-1-Piloten Sebastian Vettel zum Verhängnis werden sollte. Nach einem Fahrfehler und Ausflug auf den Rasen, hatte er seinen Verfolger Lewis Hamilton bei der Rückkehr auf die Strecke fast in die Mauer gedrängt. Darauf wurde er von den Rennkommissären mit einer umstrittenen Fünf-Sekunden-Strafe belegt. Vettel fuhr zwar als Erster über die Ziellinie, musste sich so aber mit Rang zwei hinter dem Briten begnügen.

Seinen Frust ließ Vettel auf unkonventionelle Art und Weise freien Lauf. Zunächst parkte er sein Auto in der Boxengasse, anstatt des Parc fermé, wo die besten Drei des Tages ihre Autos abstellen müssen. Er ließ das obligate Interview nach Rennschluss sausen, verschwand durch die Hintertüre. Und als wäre all das nicht schon skurril genug gewesen, schnappt sich der 31-Jährige die aufgestellten Pappzahlen vor den korrekt parkten Boliden seiner Mitstreiter und stellte die Nummer 1 an jene Platz, wo sein Auto hätte stehen müssen.

Unmittelbar nach dem Rennen erhielt der Deutsche noch breite Unterstützung aus der Motorsportszene. «Das ist die schlimmste Entscheidung, die ihr jemals getroffen habt», twitterte der frühere MotoGP-Weltmeister Casey Stoner.

Nigel Mansell, Formel-1-Weltmeister des Jahres 1992, schrieb wie peinlich das ganze sei. «Es war keine Freude, dieses Rennen zu sehen. Zwei Champions fahren brillant, aber es endet mit dem falschen Ergebnis.»

Mit Jenson Button bließ ein weiterer vormaliger Formel-1-Champion ins gleiche Horn, indem er betonte, das es eine normale Rennsituation gewesen sei und Vettel zwar einen Fehler gemacht, er aber diese Strafe nicht verdient habe.

Ganz anderer Meinung war jedoch Nico Rosberg. Der ehemalige Teamkollege von Lewis Hamilton kritisierte in einem Videoblog seinen Landsmann für dessen Fahrverhalten. Vettel sei nach seinem Ausrutscher schlicht nicht sicher auf die Strecke zurückgekehrt. «Er denkt immer, dass er richtig liegt und will immer den anderen die Schuld geben. Das ist eine Schwäche von Vettel. Er stellt sich selbst nie in Frage», meint Rosberg. Die Strafe gegen den Scuderia-Star hält der Weltmeister von 2016 für «hunderprozentig verdient.» Auch wenn nicht viele seine Meinung teilen.

(L'essentiel/erh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 11.06.2019 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ween kuckt dann nach Formel1? Sënnlos am Krees fueren an Bensinn verbrennen.... wei kann een dat mat den aktuellen Klimazieler nach veräntwerten??

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 11.06.2019 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ween kuckt dann nach Formel1? Sënnlos am Krees fueren an Bensinn verbrennen.... wei kann een dat mat den aktuellen Klimazieler nach veräntwerten??