Nach Wutausbruch

10. September 2020 14:46; Akt: 10.09.2020 14:50 Print

Braucht Novak Djokovic professionelle Hilfe?

Nach dem US-Open-Eklat rund um Novak Djokovic steht die Tennis-Welt unter Schock. Hat der Serbe seinen Ärger nicht unter Kontrolle?

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Es war ein kleiner Wutausbruch, der um die Welt gegangen ist. Aus Ärger über ein verlorenes Aufschlagspiel im Duell gegen Pablo Carreno Busta am US Open drosch Novak Djokovic einen Tennisball unachtsam weg und traf dabei  die Linienrichterin Laura Clark am Hals.

Die unausweichliche Disqualifikation soll dem Weltranglistenersten schwer zugesetzt haben. Zumindest sorgt sich das nähere Umfeld um den 17-fachen Grand-Slam-Sieger. Schließlich hatte der Serbe bereits mit seiner vom Coronavirus gestoppten Adria-Tour, der viel-diskutierten Impf-Aussagen oder der Gründung einer alternativen Spieler-Gewerkschaft für Schlagzeilen gesorgt.

Ist es dem Tennis-Superstar also einfach zu viel geworden? Das lassen zumindest zwei Tweets seiner Frau Jelena vermuten.

«Wenn du dich hin- und herwehen lässt, verlierst du den Kontakt zu deinen Wurzeln. Wenn du dich von Unruhe bewegen lässt, verlierst du den Kontakt zu dir selbst», zitierte Frau Djokovic vielsagend einen Tao-Spruch. Und ließ dann wenig später ein zweites Zitat folgen: «Was ist ein guter Mann, außer der Lehrer eines schlechten Mannes? Was ist ein schlechter Mann, außer das Erzeugnis eines guten Mannes? Wenn du das nicht verstehst, verlierst du dich, egal wie intelligent du bist. Es ist das große Geheimnis.» Sind das Botschaften, die insbesondere an ihren Mann gerichtet sind?

Wut außer Kontrolle?

Deutlicher wurde Daniela Hantuchova, eine enge Freundin des Serben. «Es fühlt sich so an, als ob die Wut bei ihm außer Kontrolle gerät», zeigte sich die ehemalige Top-Ten-Spielerin als Expertin bei Amazon Prime besorgt.

«Ich respektiere alles, was er für unseren Sport tut. Ich hoffe, dass er diese Lektion lernt, auch wenn sie zum schlechtesten Zeitpunkt für ihn kam. Das einzige, das zwischen ihm und seinem 18. Grand-Slam-Titel steht, ist er selbst», so die Slowakin weiter. So oft habe er die richtigen Absichten, aber es sei oft das Timing, das er nicht treffe. «So wie bei der Adria Tour. Oder bei der ATP-Sache. Klar, Dinge müssen sich ändern. Aber nicht jetzt.»

Moderatorin Catherine Whitaker, die das Interview mit der Slowakin geführt hatte, erklärte dann in einem Podcast (Folge 8), dass Hantuchova auch über die Wutausbrüche des Serben sprach. «Sie meinte, das habe man lange kommen sehen und Djokovic habe ein Wut-Problem. Er müsse sich professionelle Hilfe suchen für sein Wut-Management.»

(L'essentiel/heute.at/lai)

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