Über Adria-Tour

25. August 2020 19:22; Akt: 25.08.2020 19:29 Print

«Das war nicht das Schlaueste der Welt»

Nun also doch noch: Fast zwei Monate nach der Adria-Tour und der Corona-Party zeigt der deutsche Tennisspieler Alexander Zverev erstmals Reue.

Quelle: Youtube

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Nach seiner verpatzten Generalprobe für das US Open wollte Alexander Zverev den Mundschutz gar nicht mehr abnehmen. Bei der Video-Pressekonferenz nach der Niederlage am Western & Southern Open gegen Andy Murray war der 23-jährige Tennis-Profi zwar alleine in einem Raum und wurde von der PR-Betreuerin sogar darauf hingewiesen – doch Deutschlands Nummer eins behielt die hellblaue Maske lieber auf.

Und Zverev beantwortete geduldig alle Fragen. Wirklich alle. Erstmals auch die unangenehmen zur Adria-Tour und den Folgen inmitten der Corona-Pandemie.

«Ich habe einen Fehler gemacht mit der Adria-Tour und danach auch mit der Geburtstagsfeier. Ich habe einen riesen Fehler gemacht und da kann ich die Leute natürlich auch verstehen», sagte er über die Kritik an seinem Verhalten.

Er habe jedoch niemanden in Gefahr gebracht außer sich selbst und sei mehrfach negativ auf das Coronavirus getestet worden. «Aber klar war das jetzt nicht das Schlaueste auf der Welt», so der 23-Jährige.

«Nicht so funktioniert, wie gedacht»

Hatte er Anfang des Monats eine Pressekonferenz noch abgebrochen, als die Fragen zu jener umstrittenen Veranstaltung in Südeuropa anfingen, blieb er dieses Mal freundlich, offen und reflektiert. Man habe sich an alle geltenden Regeln gehalten, betonte Zverev wie zuletzt auch Organisator Novak Djokovic in einem Interview der New York Times.

Er gab aber auch zu: «Mit 5000 Kindern einen Kids-Day zu machen oder vor Publikum zu spielen, war vielleicht nicht das Schlaueste aller Zeiten. Aber es war halt ein guter Versuch, Tennis zurückzubringen. Es hat nicht so funktioniert, wie es gedacht war.»

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Partys, Abklatschen, Zuschauer – am Ende waren neben Djokovic und dessen Ehefrau noch weitere Spieler und Betreuer mit dem Coronavirus infiziert und die Kritik laut. Zverev gab sich reumütig und kündigte eine Selbstisolation an.

Kurz darauf tauchte jedoch das Video von ihm beim Feiern auf. Weil er sich danach nicht mehr äußerte und auch die Teilnahme an einem Einladungsturnier in Berlin kurzfristig absagte, war der Ärger groß. «Nach der Adria-Tour, da hat mein Management gesagt: Bleib lieber zu Hause», erklärte Zverev.

Doch nun, zurück auf der Tour, versucht der Deutsche – mit der Entschuldigung und Einsicht als erstem Schritt – die Wogen offensichtlich wieder etwas zu glätten.

(L'essentiel/dpa/Laura Inderbitzin)

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