Keine Meinungsänderung

07. Dezember 2021 14:08; Akt: 07.12.2021 14:12 Print

IOC-​​Präsident hält an seiner Linie im Fall Peng Shuai fest

Thomas Bach will das Konzept der stillen Diplomatie weiterführen. Er versichert, dass sich das Olympische Komitee auch nach den Winterspielen um Peng Shuai bemühen werde.

storybild

Noch immer ist nicht klar, wie es Peng Shuai aktuell geht und wo sie sich befindet. (Bild: AFP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Trotz der herben Kritik am Internationalen Olympischen Komitee im Fall Peng Shuai will IOC-Chef Thomas Bach nicht von seiner Linie abweichen. «Aus unserer Sicht ist die stille Diplomatie ein Erfolg versprechender Weg, den wir weiter verfolgen werden», sagte Bach in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das IOC hatte die Vorwürfe der Tennisspielerin gegen einen chinesischen Spitzenpolitiker, den sie sexueller Übergriffe beschuldigt, nicht in seinen Mitteilungen zu der Affäre benannt und keine öffentlichen Forderungen an China zur Aufklärung erhoben.

«Ich kann versichern: Es werden alle Aspekte dieses Falles mit der chinesischen Seite besprochen», sagte Bach nun. Der 67-Jährige beteuerte: «Gemeinsam mit vielen Sportlern und Menschen weltweit haben wir die Sorge um Peng Shuai geteilt, als sie lange nicht erreichbar gewesen ist.»

Unterschiedliche Wege, gleiche Ziele

Die 35-Jährige hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo ihre Vorwürfe veröffentlicht. Der Beitrag wurde bald danach gelöscht. Seither gibt es große Sorgen um ihr Wohlergehen.

Die Frauen-Tennistour WTA setzte wegen des Falls vorerst alle Turniere in China aus. «Die WTA ist ihren Weg gegangen und hat ihre Entscheidung getroffen. Viele andere Sportorganisationen haben einen anderen Weg gewählt. Die Wege können unterschiedlich, die Ziele aber durchaus gleich sein», sagte Bach.

Der Deutsche versicherte, dass das IOC sich auch über die Olympischen Winterspiele in Peking im Februar hinaus um Peng Shuai bemühen werde. «Wir werden diesen humanitären Ansatz fortsetzen und den Kontakt pflegen. Die Winterspiele werden kein Endpunkt sein», sagte der IOC-Präsident.

(L'essentiel/dpa/hua)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.