French Open

28. September 2020 17:45; Akt: 28.09.2020 18:04 Print

Zverev ist trotz Wetter-​​Kapriolen in Runde zwei

Die Verlegung in den Herbst wird bei den French Open für alle Beteiligten zu einer großen Herausforderung. Auch Alexander Zverev hatte mit dem Wetter zu kämpfen.

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Alexander Zverev hatte bei den French Open mit dem Wetter offenbar mehr zu kämpfen als mit dem Gegner. (Bild: DPA/Christophe Ena)

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Im Regen von Paris hat Alexander Zverev mühelos die zweite Runde der French Open erreicht. Zwei Wochen nach seiner bitteren Final-Niederlage bei den US Open gegen Dominic Thiem aus Österreich setzte sich Zverev am Sonntag gegen dessen Landsmann Dennis Novak mit 7:5, 6:2, 6:4 durch. Der 23-Jährige benötigte bei nasskaltem Wetter nur 2:05 Stunden für seinen Erfolg und überstand als zweiter deutscher Tennisprofi die erste Runde.

«Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel», sagte Zverev nach seinem klaren Erfolg. «Ich habe vorher ja nicht auf Sand gespielt, und die Bedingungen waren auch nicht so einfach.» Die Tage nach der Enttäuschung von New York habe er in Monte Carlo auf einem Boot verbracht und den Tennisschläger nicht in die Hand genommen. Nun fühle er sich aber wieder bereit für große Taten. «Ich war nah dran in New York, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich da mein bestes Tennis gespielt habe», sagte Zverev.

Zverev kämpft mit Wetterbedingungen

Für Zverev war es der erste Auftritt seit dem dramatischen Endspiel von New York, das die deutsche Nummer eins in fünf Sätzen verloren hatte. Die Turniere in Rom und in seiner Geburtsstadt Hamburg hatte Zverev danach ausgelassen, um sich von den Strapazen in den USA zu erholen.

Doch Zverev hatte mehr mit dem schlechten Wetter als mit seinem Gegner zu kämpfen. Obwohl der Regen immer stärker wurde, ließen die Veranstalter das Dach über dem Court Philippe Chatrier lange Zeit nicht schließen. Erst zu Beginn des dritten Satzes hatten die Organisatoren ein Einsehen und schlossen das Dach – während Zverev und Novak einfach weiterspielten. «Wir sind hier doch nicht bei den Bezirksmeisterschaften, sondern das ist das größte Turnier auf Sand in der Welt», sagte Tennis-Legende Boris Becker als Experte im TV-Sender Eurosport ungläubig.

Das schlechte Wetter war ohnehin das Thema Nummer eins am ersten Tag des wegen der Corona-Krise vom Mai in den Herbst verlegten Sandplatz-Spektakels. Kälte, Wind und zu Beginn auch Regen machten allen Beteiligten extrem zu schaffen. «Das ist ein sportlicher Kulturschock», sagte Becker zum Vergleich zu den Bedingungen bei den US Open in New York, die erst vor zwei Wochen zu Ende gegangen waren. «Die Bedingungen verlangsamen das Spiel extrem.»

« Ich sitze nicht bei acht Grad auf meinem Stuhl und warte und werde kalt »

Bei nasskaltem Wetter mit Temperaturen um die zehn Grad und Nieselregen waren vor allem auf den Außenplätzen die Herausforderungen für Spielerinnen und Spieler groß. Auf dem Court Suzanne Lenglen wurde die Partie zwischen Mitfavoritin Victoria Asarenka aus Belarus und Danka Kovinic aus Montenegro nach wenigen Minuten beim Stand von 2:1 für Asarenka unterbrochen. Asarenka und ihre Gegnerin waren aufgefordert worden, auf dem Platz zu warten, bis der Regen etwas nachlässt. Doch beide verließen den Court. «Ich sitze nicht bei acht Grad auf meinem Stuhl und warte und werde kalt», sagte die einstige Nummer eins der Welt. Nach der rund halbstündigen Unterbrechung zeigte Asarenka aber eine souveräne Leistung.

Topfavoritin Simona Halep tat sich in ihrem Auftaktmatch ebenfalls schwer, obwohl sie vor 1000 zugelassenen Zuschauern auf dem Court Philippe Chatrier unter geschlossenem Dach etwas besser vor den Wetterkapriolen geschützt war. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich die Rumänin an ihrem 29. Geburtstag gegen Sara Sorribes Tormo aus Spanien aber mit 6:4, 6:0 durch.

(L'essentiel/dpa)

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