Wladimir Klitschko

11. Juni 2012 09:40; Akt: 11.06.2012 13:52 Print

«Ich hätte Chisora eine reinhauen sollen»

Wladimir Klitschko sagte in einem Interview, dass ihm die Spuckattacke von Derek Chisora im Februar sehr zugesetzt hatte.

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In einem Interview gegenüber der «SonntagsBlick», sagte Wladimir Klitschko, dass ihm die Spuckattacke im Ring von Derek Chisora vor dem WM-Kampf seines Bruders Vitali gegen den Briten ihm im Februar sehr zugesetzt hatte.

«Nie zuvor war ich angespuckt worden. Mein Ego war nach diesem Vorfall drei Tage lang krank. Vom Gefühl her hätte ich Chisora ein paar reinhauen sollen. Hätte ich das getan, hätte es einen Skandal gegeben, Aufregung und vielleicht Panik in der Halle. Der Kampf hätte nicht stattgefunden. Es war Vitalis Abend, nicht meiner. Also musste ich auf die Zähne beißen.»

Dass Chisora nach Lizenzentzug in Großbritannien nun Mitte Juli mit luxemburgischer Lizenz gegen seinen Landsmann und Erzrivalen David Haye antreten dürfe, werfe kein gutes Licht auf das Boxen. «Ein solcher Fight darf allein schon wegen der Vorbildfunktion gegenüber der Jugend, die wir Spitzensportler haben, unter keinen Umständen stattfinden.»

Politisches Engagement birgt Gefahr

Das politische Engagement seines Bruders und WBC-Schwergewichts-Weltmeisters Vitali in der ukrainischen Heimat der Brüder bereitet Wladimir ebenfalls Sorgen. In der Politik könnte Vitali «eine Kugel in den Kopf bekommen oder mit Dioxin vergiftet werden».

Wladimir Klitschko selbst verteidigt am 7. Juli im Berner Stade de Suisse seine Titel (WBA-Super-Champion, IBF und WBO) gegen den Amerikaner Tony Thompson.

(L'essentiel Online)