IOC-Serie mit Luxemburger

13. November 2017 14:38; Akt: 13.11.2017 14:45 Print

Als Josy Barthel für ein Sportwunder sorgte

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ehrt in einer Serie ehemalige Olympiasieger. Mit dabei ist auch Luxemburgs einziger Goldmedaillensieger Josy Barthel.

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Da war es geschehen: Josy Barthel überquert als erster die Ziellinie. (Bild: Screenshot Olympic Channel)

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«Luxemburgs Mittelstreckenläufer Josy Barthel brachte sein Land auf die Weltkarte des Sports und in die Rekordbücher der Olympischen Spiele 1952 in Helsinki.» Mit diesem Intro ehrt das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Athleten aus dem Großherzogtum. Barthel holte als bisher einziger Luxemburger eine Goldmedaille bei den Spielen. Über die 1500 Meter setzte er sich als krasser Außenseiter völlig überraschend durch. In einer neuen Serie blickt das IOC auf das kleine Sportwunder zurück.

Im Jahr 1952 beherrschten genau wie heute auch noch die großen Nationen das Geschehen bei den Olympischen Spielen. So gewann Kanada Gold im Eishockey und die USA siegten im Basketball. Aber schon damals gab es vor allem in den Einzeldisziplinen immer wieder Überraschungen. Und Barthel gelang einer dieser Sensationssiege. «Wer hätte vorhersagen können, dass ein Athlet aus Luxemburg die Goldmedaille über 1500 Meter gewinnt», fragt der Sprecher in der 13. Folge der Serie «The Olympics on the record». «Ein Land, das so klein ist, dass man es an einem Tag durchlaufen kann.»

Falsche Hymne erklingt

Luxemburg tauchte zuvor überhaupt erst einmal auf der Liste der Olympischen Medaillengewinner auf. 1920 wuchtete sich Gewichtheber Joseph Alzin in Antwerpen auf den zweiten Rang. Doch ganz oben stand noch keiner – bis Barthel allen davon lief. «Wie so oft in dieser Zeit trainierte Barthel in der Armee», erzählt der Sprecher in dem flott gemachten Filmchen, dass mit tollen Originalaufnahmen garniert wird. Bei den Spielen 1948 kam Barthel ins Finale und rannte auf Rang. Damals schon ein Riesenerfolg.

Doch vier Jahre später sollte er diesen Platz pulverisieren. Mit seiner Startnummer 406 zog er auf der Zielgeraden einen unwiderstehlichen Schlussspurt an und zeigte den beiden Favoriten Bob McMillan (USA) und Werner Lueg (Deutschland) nur noch seine Hacken. In 3:45,2 Minuten brach er zudem den Olympischen Rekord. Mit diesem Sieg hatte niemand gerechnet – und er brachte die Veranstalter in ziemliche Schwierigkeiten. Nur mit Mühe und Not konnte eine Luxemburger Flagge gefunden werden. Bei der Nationalhymne kapitulierten die Verantwortlichen. Niemals zuvor wurde diese für einen Sieger gespielt. Und so lief die deutsche Hymne im weiten Stadion rund. Als kleine Entschuldigung erklingt zum Ende des Videos die richtige Hymne «Ons Heemecht».

Hier geht es zum Video.

(FL/L'essentiel)

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