Ester Ledecka

25. Februar 2018 14:38; Akt: 25.02.2018 14:37 Print

«Ich fühle mich nicht als Superstar»

Sie hat es tatsächlich getan. Das magische Double. Olympiasiegerin im Ski und im Snowboard. Was folgt als nächstes Ester Ledecka?

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Es ist der pure Wahnsinn. In einem Zeitalter, in dem alle davon sprechen, dass die Spezialisierung im Sport immer wichtiger wird, holte Ester Ledecka vor einer Woche Gold im alpinen Super-G und am Samstag im Snowboard-Parallel-Riesenslalom. Das unfassbare Double in zwei verschiedenen Sportarten macht die 22-Jährige zum Superstar der Olympischen Spiele in Pyeongchang.

Die Siegesfahrt von Ester Ledecka. (Video: SRF/Tamedia)

Von den TV-Stationen belagert

Doch ist es nun gut oder schlecht, dass es so etwas möglich ist? Für den Skisport? Ganz generell? Oder für den alpinen Snowboardsport, der derzeit ohnehin keinen sonderlich einfachen Stand hat? Die Meinungen gehen auseinander.

Doch: Noch nie war das Medieninteresse an einem alpinen Wettbewerb im Snowboard an Olympischen Spielen derart groß. Ledecka wurde nach ihrem Triumph in der Mixed Zone von TV-Station zu TV-Station gereicht, alle wollten ein paar Sätze von der olympischen Sensation aufschnappen. Und an der offiziellen Medienkonferenz im Anschluss platzte das Interview-Zelt wegen den vielen Medienvertretern fast aus allen Nähten.

Erste Anzeichen von Starallüren?

Wie schon nach ihrem Triumph im Super-G setzte die Tschechin während dem Gespräch mit den Journalisten ihre Skibrille nie ab. Damals sagte sie, der Sieg komme für sie derart unerwartet, dass sie sich zuvor nicht geschminkt hätte. Dieses Mal nannte sie als Grund, dass sie heute so früh hätte aufstehen müssen, dass es keinen Sinn gemacht hätte, sich zu schminken.

Als dann einer intervenierte, dass es doch keine Rolle spiele, ob sie geschminkt sei oder nicht, wollte sie ihre Skibrille trotzdem nicht abnehmen, sondern entgegnete lediglich: «Ihr müsst euch daran gewöhnen, dass ich die Pressekonferenzen mit der Skibrille abhalte.» Erste kleine Starallüren sind also schon auszumachen. Es gab in Pyeongchang schon natürlichere Olympiasiegerinnen.

Auch in der Zukunft das Doppel-Ticket

Ledecka hielt auf die Frage, wie sie sich als der Superstar dieser Winterspiele fühle, auch fest: «Ich fühle mich nicht als Superstar, aber das Wort hört sich schon gut an.» Dass es ihr gelungen sei. Geschichte zu schreiben «ist schon großartig.» Bevorzugen will sie keine ihrer beiden Goldmedaillen, obwohl sie die erste als krasse Außenseiterin und die zweite als Topfavoritin gewonnen hat. «Die größte Befriedigung ist für mich, dass ich in beiden Rennen starten und beide gewinnen konnte.»

Der Umstieg von den Skis auf das Snowboard war ihr dieses Mal nicht so leicht gefallen wie üblicherweise: «Obwohl ich eine Woche Zeit hatte, fühlte ich mich bis gestern überhaupt nicht gut in den Trainings mit dem Brett.» Schließlich habe es dann aber im Rennen trotzdem funktioniert: «Ich hatte während dem ganzen Tag viel Spaß.»

Und was folgt als Nächstes bei Ledecka? «Ich möchte nach Hause und ins Bett und ganz lange schlafen, denn nun bin ich wirklich sehr müde», meinte die zweifache Olympiasiegerin. Sie verriet aber auch noch, dass sie auch für die Zukunft beabsichtige, in beiden Disziplinen zu bleiben. «Ich gehe mit meinem Herzen und liebe beides. Sowohl im Ski als auch im Snowboard begehe ich noch immer viele Fehler und möchte mich weiter verbessern.»

Das kann ja heiter werden...

(L'essentiel/Marcel Allemann)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.