Wie im Film «Cool Runnings»

01. Juni 2020 18:30; Akt: 01.06.2020 18:38 Print

Bobteam aus Jamaika schiebt ein Auto im Training

Weil die Fitnessstudios wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben, üben zwei Bobfahrer mit einem Mini Cooper.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zwei Jamaikaner stoßen in der britischen Stadt Peterborough zurzeit einen Mini Cooper mühsam über die Straßen. Vorbeiziehende Passanten bieten ihre Hilfe an und staunen, wenn das Bob-Duo dankend ablehnt. Denn ihr Ziel, das Peking heißt, müssen sie zu Fuß erreichen. Die Bobfahrer trainieren nämlich für die Olympischen Spiele 2022.

Die unkonventionelle Idee von Nimroy Turgott und Shanwayne Stephens, um fit zu bleiben, entstand notgedrungen. Als wegen der Corona-Pandemie in Großbritannien die Gyms geschlossen wurden, ließen sich die Jamaikaner von der Filmkomödie «Cool Runnings» inspirieren. «Ich liebte den Film schon als Kind. Er lehrte mich, dass man an seinen Träumen immer festhalten muss», sagt Stephens gegenüber BBC. «Normalerweise trainieren wir mit einem Bob. Das geht aber wegen der aktuellen Situation nicht. Also dachten wir: Wieso sollen wir nicht mit einem Auto üben?»

Der 29-Jährige zog bereits mit elf Jahren nach Großbritannien und ist Schütze des RAF-Regiments. Sein Teamkollege Turgott kam im Januar dieses Jahres zu Stephens nach Peterborough, um gemeinsam zu trainieren. «Wir ernten auch spöttische Blicke», sagt Stephens zu Reuters. «Die Leute denken, das Auto sei kaputt, und versuchen, beim Starten des Autos zu helfen.»

Die beiden hoffen, es besser zu machen als das Team von 1988 im kanadischen Calgary. Das jamaikanische Bob-Team qualifizierte sich damals für die Olympischen Spiele, stürzte jedoch, und vermochte das Rennen nicht zu beenden. «Trozdem haben diese Sportler ein Vermächtnis hinterlassen, daraus ist ein Film entstanden. Ich möchte diese Leistung übertreffen», sagt Turgott.

Während sich die Damenmannschaft aus Jamaika 2018 zum ersten Mal für die Olympischen Spiele qualifizierte, versäumten die Männer die letzte Teilnahme. «Die Olympischen Spiele haben wir um einen Platz verpasst», sagt Turgott. «Jetzt nutzen wir diese Erfahrung als Motivation, um weiterzukommen.»

(L'essentiel/Boqaj Frrok)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susi am 02.06.2020 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp: Luft aus den Reifen lassen und die Handbremse etwas anziehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Susi am 02.06.2020 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp: Luft aus den Reifen lassen und die Handbremse etwas anziehen.