Debatte um Models

30. Januar 2018 10:00; Akt: 30.01.2018 11:02 Print

«Die Girls gehören einfach zum Darts dazu»

Die PDC schafft die Walk-on-Girls ab, die meist leicht bekleidet die Dartsprofis auf die Bühne begleitet und den Fans den Kopf verdreht haben.

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Das wird viele Darts-Fans rund um den Erdball nicht freuen: Die Professional Darts Corporation PDC beendet eine Tradition, die neben dem sportlichen Aspekt – der natürlich die Hauptrolle spielt – den Anhängern der kleinen Pfeile auch noch etwas fürs Auge bot.

Ab sofort sind die Walk-on-Girls, die die Spieler jeweils zur individuellen Einlaufmusik auf die Bühne begleitet haben, Geschichte. «Wir überprüfen laufend alle Aspekte unserer Veranstaltungen, und diesen Entscheid haben wir nach der Rückmeldung von TV-Anstalten getätigt», sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur PA.

«Ich werde die Girls vermissen»

Doch kaum war die Info durchgedrungen, regte sich Widerstand. Die Fans lancierten die Petition «I want to keep tradition in darts and keep women in a job» (Ich will die Tradition im Darts bewahren und den Job der Frauen sichern), die sich an PDC-Präsident Barry Hearn richtet – schon über 25.000 Personen haben unterschrieben.

Aber nicht nur die Fans wehren sich gegen den Entscheid. Auch der fünffache Weltmeister Raymond van Barneveld hat sich zu Wort gemeldet. Auf Twitter schrieb der Niederländer und Publikumsliebling: «Ich werde die Girls vermissen! Für mich gehören sie zum Darts dazu. Unterschreibt die Petition, damit sie hoffentlich ihre Jobs behalten können.»

Auch die Models selbst sind nicht angetan vom Entscheid. Charlotte Wood beklagte gegenüber dem Radiosender BBC 5 Live, dass Auftritte bei Darts-Turnieren 60 Prozent ihres Einkommens ausmachten. «Jeder sucht sich einen Job aus. Und ich habe das Gefühl, dass mir jetzt gesagt wird, ich darf den Job nicht machen.»

Zieht die Formel 1 nach?

Ob sich die PDC umstimmen lässt, wird sich zeigen. Doch der Entscheid könnte so oder so Auswirkungen auf andere Sportarten haben. Auch in der Formel 1 wird unter den neuen Besitzern von Liberty Media darüber diskutiert, die Grid-Girls, die bei der Startaufstellung und der Siegerehrung neben den Fahrern stehen, abzuschaffen. Grund dafür sind immer wieder aufkommende Sexismus-Vorwürfe.

(L'essentiel/dmo)

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