Deontay Wilder

07. Februar 2020 13:35; Akt: 07.02.2020 13:42 Print

«Die Waffe lag schon bereit»

In einem TV-Interview offenbart Profi-Boxer Deontay Wilder seine dunkelsten Gedanken und erzählt, wie er einst den Weg aus einer schweren Depression fand.

Deontay Wilder spricht über seine Selbstmordgedanken.

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Er trägt einen schwarzen Trainingsanzug, das Sprechen fällt ihm schwer. Deontay Wilder ringt nach Luft, die Stimme zittert: «Die schlimmste Phase in meinem Leben war, als meine Tochter zur Welt kam. Ich wollte mich umbringen, die Pistole lag schon auf dem Schoss», beginnt der Profi-Boxer zu erzählen.

Die Leidensgeschichte nimmt 2005 seinen Anfang. Damals, als Wilder mit jungen 19 Jahren zum ersten Mal Vater wird, kommt Tochter Naieya krank zur Welt. Die Ärzte diagnostizieren eine Wirbelsäulen-Fehlbildung. Für eine Behandlung fehlt dem Vater das Geld. Fortan bestimmen Selbstmordgedanken sein Leben, die Krankheit der Tochter stürzt den heute 34-Jährigen in eine schwere Depression. «Du denkst, der einzige Weg alles zu beenden, ist, dein Leben zu beenden. Du denkst an niemanden mehr, nur noch an dich selbst», sagt Wilder im TV-Interview gegenüber «BT Sport».

Zurück im Leben

Was würde sein Selbstmord für Tochter Naieya bedeuten? Wilder stellt sich diese Frage und entscheidet sich für das Leben. Nur drei Jahre nach der Diagnose holt sich der US-Amerikaner bei den Olympischen Spielen 2008 die Bronzemedaille. «Ich habe heute ein andere Einstellung. Ich werde niemals aufgeben. Und nun bin ich hier, um den Leuten zu zeigen, dass wir alle schlimme Dinge erleben müssen. Wir alle sind nur Menschen.»

Am 22. Februar steigt Wilder wieder in den Ring. In Las Vegas wartet Klitschko-Bezwinger Tyson Fury. Der erste Kampf endete im Dezember 2018 mit einem umstrittenen Unentschieden.

(L'essentiel/boq)

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