Eishockey-WM

27. Mai 2019 00:34; Akt: 27.05.2019 00:36 Print

Finnland feiert seinen dritten WM-​​Titel

Überraschung perfekt. Die Finnen schlagen Kanada 3:1 und belohnen sich damit für ein überragendes Turnier.

Finnland hat allen Grund zum Jubeln: Finnland schlägt Kanada und feiert den Weltmeistertitel. (Video: SRF)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die große Figur bei den Finnen war Captain Marko Anttila. Der 33-Jährige mit der imponierenden Größe von 2,03 m wendete mit zwei Toren ein 0:1 (11.) in ein 2:1 (43.). Den Ausgleich zum 1:1 (23.) erzielte er im Powerplay mit einem nicht unhaltbaren Schuss. Das zweite Mal traf er aus kurzer Distanz. Dazwischen scheiterte er am Pfosten (28.).

Anttila bestritt seine dritten Weltmeisterschaften. In den ersten 22 WM-Spielen war er bloß zweimal erfolgreich, wobei er in der Gruppenphase in Kosice torlos blieb. In der K.o.-Runde lief er dann aber zur Hochform auf. Im Viertelfinale gegen Schweden (5:4 n.V.) rettete er sein Team mit dem 4:4 in der 59. Minute in die Verlängerung. Im Halbfinale gegen Russland (1:0) war er für den einzigen Treffer verantwortlich. Und nun gelangen ihm im Finale gar zwei Tore.

Kanada erst besser

Im ersten Drittel war Kanada das bessere Team gewesen. Dennoch wären die Nordamerikaner beinahe in Rückstand geraten. Nach einem krassen Fehler von Mark Stone im Powerplay konnte der Finne Jere Sallinen alleine auf den kanadischen Keeper Matt Murray losziehen und nur mit einem Foul gestoppt werden. Verteidiger Oliwer Kaski gelang es aber nicht, den ausgesprochenen Penalty zu verwerten.

In der 11. Minute brachte Shea Theodore, auch er ein Verteidiger, die Kanadier mit einer feinen Einzelleistung verdient in Führung. Kurz vor der ersten Pause scheiterte Philippe Myers am Gehäuse.

Der Ausgleich zum 1:1 gab den Finnen sichtlich Energie. Um die Spielhälfte herum spielten sie die Kanadier phasenweise schwindlig. Diese fingen sich aber wieder und waren in der 38. Minute nah am 2:1, als ein Schuss von Pierre-Luc Dubois an den Pfosten prallte. Nach dem 1:2 machten die Nordamerikaner, die im Viertelfinale gegen die Schweiz (3:2 n.V.) 0,4 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 2:2 ausgeglichen hatten, mächtig Druck.

Das Tor schossen aber in der 56. Minute die Finnen, und zwar Harri Pesonen. Allerdings hätte Murray auch diesen Schuss nicht zwingend passieren lassen müssen.

Schussverhältnis spricht Bände

Wie überlegen die Kanadier im Schlussabschnitt waren, zeigt das Schussverhältnis von 21:3 (total 44:22). Dieses unterstreicht aber auch die enorme Effizienz der Finnen. Für die Suomi war es quasi ein Déjà-vu. Schon 2011, als die WM ebenfalls in Bratislava und Kosice ausgetragen wurde, holten sie die Goldmedaille.

Und auch damals war Jukka Jalonen der Trainer; der 56-Jährige kehrte nach der letztjährigen WM nach einem fünfjährigen Unterbrechung auf diesen Posten zurück. Die Finnen unterstrichen in der Slowakei, was auch ohne Stars erreicht werden kann. Sie traten bloß mit zwei NHL-Spielern an, waren aber eine verschworene Einheit.

Das Final-Telegramm:

Kanada - Finnland 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)

Bratislava. - 9085 Zuschauer.

SR Björk/Tufts (SWE/USA), Lasarew/Lhotsky (RUS/CZE).

Tore: 11. Theodore (Mantha, McCann) 1:0. 23. Anttila (Manninen, Ojamäki/Ausschluss Theodore) 1:1. 43. Anttila (Savinainen) 1:2. 56. Pesonen (Tyrvainen, Häkänpää) 1:3.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Kanada, 4mal 2 Minuten gegen Finnland

Kanada: Murray; Fabbro, Theodore; Severson, Nurse; Stecher, Chabot; Myers; Mantha, Turris, McCann; Reinhart, Couturier, Cirelli; Stone, Dubois, Marchessault; Joseph, Strome, Henrique.

Finnland: Lankinen; Häkänpää, Koivisto; Ohtamaa, Lehtonen; Kaski, Mikkola; Jokiharju, Lindbohm; Anttila, Lammikko, Kiviranta; Rajala, Tyrvainen, Ojamäki; Kakko, Manninen, Pesonen; Kuusela, Sallinen, Savinainen.

Bemerkungen: 6. Kaski scheitert mit Penalty an Murray. - Pfostenschüsse: 19. Myers, 28. Anttila, 38. Dubois. - Kanada von 56:08 bis 57:39 und ab 57:49 ohne Torwart.

(L'essentiel/dho/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.