NBA Finals

09. Juli 2021 07:47; Akt: 09.07.2021 08:01 Print

Giannis reicht nicht – Bucks nun mit 0:2 hinten

Die Phoenix Suns haben auch das zweite Spiel der Endspielserie für sich entschieden. Beim 118:108 der Suns kommt Bucks-Star Giannis Antetokounmpo auf starke 42 Punkte.

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Als die zweite Niederlage nicht mehr zu verhindern war, saß Giannis Antetokounmpo am Spielfeldrand und schaute ausgelaugt in die tobende Basketball-Halle der Phoenix Suns. Die Fans des Gegners feierten am Donnerstagabend (Ortszeit) ihre Stars Chris Paul (23 Punkte) und Devin Booker (31) sowie den unerwartet starken Mikal Bridges (27), die das 118:108 gegen die Milwaukee Bucks ermöglicht hatten und die ersten zwei der notwendigen vier Siege auf dem Weg zum ersten NBA-Titel in der Geschichte der Suns schon geholt haben. Der zuletzt verletzte Grieche musste unterdessen einsehen, dass es gegen diesen Gegner nicht ausreicht, wenn nur er selbst überdurchschnittlich gut spielt.

«Wir wissen, auf was es jetzt ankommt, das ist einfach: Wir müssen unseren Job machen. Wir müssen heim gehen und unser Zuhause beschützen», sagte der 26-Jährige und wiederholte, auch für sich selbst, wieder und wieder auf der Pressekonferenz: «Wir werden einen Weg finden, zu gewinnen.» Spiel drei ist in der Nacht zu Montag (2.00 Uhr/MESZ) wie Spiel vier in Wisconsin vor den eigenen Fans.

«Müssen bereit sein für Hundekampf»

Alle fünf Startspieler der Suns kamen auf mindestens zehn Punkte – Antetokounmpo dagegen hatte mit seinen 15 Körben aus dem Spiel mehr als doppelt so viele wie jeder andere im Trikot der Bucks. 41 Punkte verbuchte der zweimal zum wertvollsten Spieler der NBA gewählte Forward, dazu zwölf Rebounds und vier Assists. Khris Middleton mit elf und Jrue Holiday mit 17 Punkten blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück und konnten ihre zugedachten Rollen im Gefüge des Teams im zweiten Finalspiel nicht erfüllen. «Wir brauchen alle drei von den Jungs, sie müssen einfach weiter arbeiten dann wird das schon», sagte Bucks-Trainer Mike Budenholzer.

«Wir hatten viele freie Würfe, die wir nicht gemacht haben», sagte Holiday. «In der ersten Halbzeit sind mehr als nur ein paar rein und wieder raus. So ist das einfach manchmal», erklärte Middleton und sagte mit Blick auf die anstehenden beiden Heimspiele: «Es wird hart. Wir müssen bereit sein für einen Hundekampf. Wir haben schon mal in diesem Loch gesteckt, wir müssen es noch mal raus schaffen.» Auch gegen die Brooklyn Nets lag das Team 0:2 zurück.

Mitspieler leisten keinen Beitrag

Antetokounmpo verpasste die beiden letzten Partien in den Finals der Eastern Conference, nach dem er sich das linke Knie böse in die falsche Richtung überstreckt hatte. Davon war optisch überhaupt nichts mehr zu sehen, nahezu im Alleingang hievte er sein Team im dritten Viertel zurück in die Partie, als er mit 20 Punkten in einem Viertel so viel erzielte wie kein anderer NBA-Profi in einem Final-Spiel seit 1993. «Es geht um den Kopf, beide Teams haben so viel Talent. Jeder wird müde irgendwann. Du musst einfach immer weiter Druck ausüben, das habe ich versucht zu tun», sagte Antetokounmpo.

«Als wir 15, 16 Punkte zurücklagen hat Giannis ein großes Stück übernommen und wir waren viereinhalb Minuten vor Schluss mit sechs Punkten da», sagte Budenholzer. Dabei blieb es aber auch, weil die Mitspieler es nicht schafften, ihren Beitrag zu leisten. Middleton etwa hatte bis Mitte des dritten Viertels nur zwei von zehn Versuchen getroffen. «Immer, wenn sie auf sechs, sieben Punkte ran gekommen sind, hatten wir eine Antwort», sagte Suns-Trainer Monty Williams.

(L'essentiel/DPA)

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