Grand Prix in Bahrain

27. November 2020 10:53; Akt: 27.11.2020 11:06 Print

Hamilton bekommt Briefe über Folter

Der siebenfache Weltmeister prüft gerade drei Briefe über Gewalt, die erhalten hatte. Den GP im umstrittenen Wüstenstaat nutzt er, um die Formel 1 unter Druck zu setzen.

storybild

Hamilton hat Fanpost erhalten, deren Inhalt er nun überprüfen lässt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Soll noch einer sagen, Lewis Hamilton lese keine Fanpost. Obwohl, die Briefe, die der Formel-1-Weltmeister erhielt, beinhalteten dann schon mehr (und wichtigeres), als reine Bewunderung. Die Briefe, sie handeln von Folter und Unterdrückung. Bei seiner Einreise in Bahrain, wenige Tage vor dem Grand Prix sagt Hamilton dazu: «Ich werde ihren Inhalt in den kommenden Tagen detailliert prüfen.» Aber noch bevor er überhaupt mit der Recherche beginnt, hat er schon einen Appell parat: «Ich glaube, dass wir als Sport mehr tun müssen.»

Schließlich gehöre die Formel 1 zu den wenigen Sportarten, die in so viele Länder reisen, das bringe eine gewisse Verantwortung mit sich. Und dann wird er deutlich: «An so vielen Orten, an die wir gehen, sind Menschenrechte ein konsequentes und massives Problem.» Dabei mahnte der siebenfache Weltmeister: «Es ist für alle Sportarten sehr wichtig, ihre Plattform zu nutzen, um auf Veränderungen zu drängen.» Und die Plattform der Formel 1 erstreckt sich nunmal rund um den Globus. Der 35-Jährige glaubt, dass sein Sport auf einem guten Weg sei, aber: «Wir können immer mehr tun.» Seit 2015 verpflichtet sich die F1 dazu, Menschenrechte bei ihren weltweiten Aktivitäten zu respektieren.

2011 wurde das Rennen abgesagt

Ob sich Bahrain als langjähriger GP-Organisator aber wirklich an dieses Protokoll hält, gilt als höchst umstritten. Im Wüstenstaat war es auch, als 2011 das Rennen wegen politischer Unruhen abgesagt werden musste. Damals konnte es nach Protesten gegen das Königshaus aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden. Nun sind es NGOs, welche die Formel 1 und vor allem Bahrain scharf kritisieren.

Am Dienstag schrieb eine parteiübergreifende Gruppe von Abgeordneten und mehreren Menschenrechtsorganisationen dem F1-CEO Chase Carey einen Brief. Darin appellierten sie an den Sport mitzuhelfen, «die Normalisierung der Verletzung der Menschenrechte im Land» zu verhindern. Ein Formel-1-Sprecher antwortete: «Wir nehmen Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung sehr ernst.» Was das genau bedeutet, ließ er allerdings offen. Deshalb fordert Hamilton: «Es ist wichtig sicherzustellen, dass tatsächlich Maßnahmen ergriffen werden.»

(L'essentiel/dpa/fas)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JEFF THIES am 28.11.2020 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Daat brengt dach alles neischt.Et geet em Geld em ganz vill Suen

Die neusten Leser-Kommentare

  • JEFF THIES am 28.11.2020 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Daat brengt dach alles neischt.Et geet em Geld em ganz vill Suen