Novum

24. September 2021 13:37; Akt: 24.09.2021 13:49 Print

Ironman-​​WM erstmals nicht auf Hawaii

Utah statt Hawaii, St. George statt Kailua Kona. Im Mai kommenden Jahres bricht Ironman mit einer Tradition. Jan Frodeno und Co. haben nun Planungssicherheit.

storybild

Triathleten starten bei der Ironman-Weltmeisterschaft 2011. (Bild: DPA/Bruce Omori)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Corona-Pandemie sorgt für ein Triathlon-Novum: Zum ersten Mal in der Ironman-Geschichte seit 1978 wird die Weltmeisterschaft nicht auf Hawaii steigen. Nachdem die WM 2020 letztlich komplett abgesagt werden musste und die Titelentscheidung 2021 bereits von Oktober auf Anfang Februar verlegt worden war, gab Ironman nun den neuen Termin und vor allem den neuen, allerdings nur einmaligen WM-Ort über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen bekannt.

Am 7. Mai 2022 soll es in St. George im US-Bundesstaat Utah so weit sein. Nur fünf Monate später kehrt das Kultrennen - so der Plan - an seinen traditionellen Austragungsort zurück. Allerdings soll es dann am 6. Oktober erstmals auch ein eigenes Rennen der Profi-Frauen geben. «Ich liebe es», schrieb bereits die zuletzt erst beim Ironman in Klagenfurt siegreiche und WM-Vierte von 2019, Laura Philipp. Die Männer werden am 8. Oktober starten.

Frodeno: «Es ist, wie es ist»

«Wir rechnen mit einzigartigen und historischen Rennen im Oktober 2022», sagte Ironman-Boss Andrew Messick. Je 50 Athletinnen und Athleten sollen bei den Profi-Rennen antreten. Über das Rennen der vielen Altersklassenathleten soll in den kommenden Wochen noch informiert werden. Bisher war die WM auf Hawaii ein Ein-Tages-Rennevent.

«Das hier werden wir eine Weile nicht sehen», sagte Jan Frodeno in einer Instagram-Story am Freitag - im Hintergrund ein Unterwasser-Foto vom Schwimmstart auf Hawaii, inklusive Meeresschildkröte. «Es ist, wie es ist», sagte der Triathlon-Star, nachdem er die Wangen aufgeplustert hatte.

Stausee statt wildem Pazifik

Als Grund für die zunächst einmalige Verlegung von Hawaii nach Utah gab Ironman in einer Mitteilung in der Nacht auf Freitag die anhaltende unsichere Lage in Kailua-Kona mit Blick auf die Corona-Pandemie an. Bereits bei der 70.3-WM jüngst in St. George hatte Messick auch eine räumliche Verlegung angedeutet. Zuletzt fand die WM 2019 auf Hawaii statt, damals krönten sich erstmals Anne Haug bei den Frauen und zum insgesamt dritten Mal Frodeno bei den Männern.

Der mittlerweile 40-Jährige hat somit im kommenden Jahr die Möglichkeit, binnen fünf Monaten seiner Erfolgsliste zwei weitere WM-Titel hinzuzufügen. Für die Topathletinnen und -athleten bedeutet die erneute zeitliche Verschiebung allerdings auch eine erneute Trainingsumstellung. Für gewöhnlich beginnt im Mai eigentlich eher erst die Zeit der Qualifikationswettkämpfe. Seit der Corona-Pandemie wurden die Rennkalender allerdings ständig ge- und verändert, viele Rennen konnten nicht stattfinden.

In St. George soll im Sand Hollow Reservoir geschwommen werden. Statt teils wildem Pazifik mit Wellen dürften in dem Stausee die Schwimmzeiten unter denen auf Hawaii liegen. Die anspruchsvolle Radstrecke führt über eine Runde von 180,2 Kilometern mit einigen Höhenmetern. Zum Schluss wartet mit dem Wechsel in St. George und dem Ziel dort eine zweimal zu laufende Schleife auf die Athletinnen und Athleten. «Veranstaltungen wie die Ironman-Weltmeisterschaft, die Athleten aus aller Welt anzieht, sind ein großartiges Beispiel dafür, wie sehr sich unser Staat für den weltweiten Sport einsetzt», wurde der Gouverneur von Utah, Spencer Cox, zitiert.

(L'essentiel/DPA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.