Weltrekord

07. August 2020 13:50; Akt: 07.08.2020 14:03 Print

Megos klettert schwerste Felsroute der Welt

Alexander Megos hat als erst zweiter Mensch eine Felsroute der höchsten Schwierigkeitsstufe erklettert und so für einen Weltrekord gesorgt.

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Sometimes the odds are against you, but it doesn't mean you don't have a chance. Yesterday evening, on my last day of the trip, it definitely wasn’t looking good after messing up the first (and only) try I wanted to do that day. I fell relatively low on the route though, so I decided to give it an infamous “one last go”. I passed the crux in the middle of the route, and found myself on the poor rest before the final hard section. Twice prior to this burn I had fallen on the last hard move of the route, so I wasn’t feeling super confident. Nonetheless I started off after the rest with full pace and only briefly slowed down to adjust one hold and to get it perfectly. I passed my ‘trouble move’ seemingly effortlessly and despite being completely pumped out of my mind, I was able to pull off the sequence of the last four moves. After clipping the anchor it seemed like all of the days of work I have put into the route were passing in front of my eyes. With approximately 60 climbing days over the past three years "Bibliographie" has been by far my longest project to date. I know there are many speculations about the grade and I think grades are very subjective. My personal suggestion for the grade is 9c (5.15d). Considering the fact, that "Perfecto Mundo" (9b+) has taken me 16 days of effort, "Bibliographie" with around 60 days and more specific training felt a lot harder. Of course, as the first ascensionist you don't have your perfect beta from the start, you have doubts whether it is possible or not for you, if you are completely missing something, or if you are just not in the best shape. It is always harder to grade something without any other opinion. I am very curious about what the future of the route will look like, and grateful for other people's opinions. Independently from the grade, this has been a very valuable experience for me. It marks a personal milestone in my climbing life, one I would have not been able to complete without the support and help of all of my friends and family. Deep gratitude and thanks goes to all of you! (And yes, there is send footage ) Pic @ken_etzel

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Alexander Megos hat als erst zweiter Mensch eine Felsroute der höchsten Schwierigkeitsstufe erklettert und so für einen Weltrekord gesorgt. Der Ausnahmesportler aus Erlangen bezwang die Route namens «Bibliographie» in den französischen Alpen und bewertete den rund 35 Meter langen, überhängenden Felsabschnitt als Erstbesteiger selbst mit dem Schwierigkeitsgrad 9c. Denselben Grad hat weltweit nur die Route «Silence» in Norwegen, die Adam Ondra aus Tschechien vor knapp drei Jahren als Einziger geschafft hatte.

«Das ist ein persönlicher Meilenstein meines Kletterlebens», schrieb Megos bei Instagram am Donnerstagabend, nachdem er die Route in Céüse La Falais in der Nähe von Gap am Mittwochabend durchgeklettert war.

Der 26-Jährige ist neben Ondra der beste Felskletterer der Welt. 2013 hatte er in der Szene bereits für Furore gesorgt, als er als erster Bergsportler eine Route der Schwierigkeit 9a onsight schaffte. Das bedeutet, dass man die Route beim ersten Versuch erklettert, ohne davor einem anderen Athleten an dieser Wand zugesehen zu haben.

«Diese Route wurde schon vor einigen Jahren angelegt, hat aber bislang noch alle Kletterer abgeworfen»

Für das Projekt «Bibliographie» habe Megos mit immer neuen Anläufen und Planung insgesamt rund 60 Tage verteilt auf drei Jahre gebraucht. «Das war mein mit Abstand längstes Projekt bislang», sagte er. «Diese Leistung von Alex war absolute Weltklasse», schwärmte Bundestrainer Urs Stöcker. «Diese Route wurde schon vor einigen Jahren angelegt, hat aber bislang noch alle Kletterer abgeworfen, sogar einige der besten der Welt. Jetzt ist sie erstmals bezwungen worden.»

Die erfolgreiche Erstbesteigung der Route gelang just in der Woche, in der eigentlich der Kletter-Wettkampf bei Olympia in Tokio hätte stattfinden sollen. Weil die Sommerspiele aber wegen Corona auf 2021 verschoben worden waren, konnte Megos seiner wahren Leidenschaft, dem Felsklettern, nachgehen. Im nächsten Sommer wollen er und der zweite deutsche Starter Jan Hojer (Köln) in Japan Olympia-Medaillen holen.

(L'essentiel/dpa)

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