Vor den US Open

27. August 2018 12:17; Akt: 27.08.2018 12:20 Print

Muller blickt auf seine Karriere zurück

Luxemburgs bester Tennisspieler beendet nach den nun startenden US Open seine Karriere. Im ATP-Interview schaut Gilles Muller auf eine bewegende Laufbahn zurück.

storybild

Im Januar 2017 gewann Gilles Muller in Sydney seinen ersten ATP-Titel. Seinen Söhnen Nils und Lenny feierten mit dem Papa. (Bild: DPA/Rick Rycroft)

Zum Thema

Sympathisch, bodenständig, erfolgreich - Gilles Muller war über ein Jahrzehnt das Aushängeschild im Luxemburger Sport. Der Tennisprofi tritt am Montagabend in der ersten Runde der US Open gegen Lorenzo Sonego an (17 Uhr MEZ). Es könnte sein letztes Spiel werden. Denn nach dem Turnier beendet er seine Karriere. Im Interview mit der ATP erzählt er von seiner Entscheidung, den Highlights seiner Laufbahn und warum er stolz ist, aus Luxemburg zu kommen.

«Ich habe schon länger darüber nachgedacht. Ich habe gefühlt, dass ich eine Entscheidung treffen muss. Es ging irgendwie immer vor und wieder zurück», sagt Muller. Schließlich hat er sich entschieden. Nach den US Open ist Schluss. Besonders seine Söhne Lenny (7) und Nils (6) freuten sich über die Nachricht des Papas. «Es war nicht einfach für sie all die Jahre. Sie waren sehr glücklich als ich ihnen sagte, dass es mein letztes Jahr sein wird und ich bald immer zu Hause bin.»

An seine Träume glauben

Muller ist nun 35 Jahre alt. Er kann sich getrost zur Ruhe setzen. Kein Tennisprofi aus Luxemburg hat das erreicht, was «Mulles» erreicht hat. Vor allem dank des vergangenen Jahres. 17 Jahre wartet er vergeblich auf einen ATP-Titel. Dann kam das Jahr 2017. Es sollte seine beste Saison werden. Und endlich, endlich gewann er auch seinen ersten Titel in Sydney. Im Sommer sollte sogar noch der zweite Triumph in ‘s-Hertogenbosch dazukommen. Damit hatte er seine Laufbahn gekrönt. «Ich bin sehr glücklich mit meiner Karriere. Wo ich herkomme, fangen die Leute an zu lachen, wenn man ihnen erzählt, man will Tennisprofi werden. Keine glaubt daran, dass du es schaffen kannst. Deshalb bin ich sehr froh, aus Luxemburg zu sein», sagt Muller. Denn er hat es allen gezeigt - und dient damit als Vorbild für viele junge Sportler aus dem Großherzogtum. Man kann alles schaffen. Wenn man hart dafür arbeitet und fest daran glaubt. Dafür steht Gilles Muller.

Besonders stolz war Muller immer, wenn er die Luxemburger Farben repräsentieren durfte. Sei es beim Davis-Cup oder bei den Olympischen Spielen. «Einer der schönsten Momente in meiner Karriere war es, als ich in Rio die Fahne tragen durfte» erinnert er sich.

Seine Erfahrungen würde er nach seiner Karriere gerne weitergeben. «Ich würde es lieben, Kindern zu helfen, ihre Träume zu erfüllen. Egal welchen Sport sie in Luxemburg machen», so die ehemalige Nummer 21 der Weltrangliste. Er hat schließlich gezeigt, wie es geht. Gegen alle Widerstände.

(hej/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.