Wimbledon

08. Juli 2018 14:49; Akt: 08.07.2018 14:50 Print

Nadal: «Ich bin doch nicht blöd!»

Wieso sich der Spanier keinen Wimbledon-Finale gegen Roger Federer wünscht. Und was ihn besonders gefährlich macht.

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Nur Augen für den Ball: Rafael Nadal.

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Rafael Nadal spazierte durch die erste Wimbledon-Woche, als hätte er nie etwas anderes getan. Er stand nur gerade 6 Stunden und 15 Minuten auf dem Court, musste nicht einmal einen Longset spielen. Und er zeigte, dass er auch ein guter Netzspieler ist: 54 seiner 66 Netzangriffe führten zu einem Punkt für ihn. Seine Entscheidung, nach der strapaziösen Sandsaison kein Vorbereitungsturnier auf Rasen zu spielen, erwies sich als richtig. Die erste Wimbledon-Woche war für ihn ideal, um sich einzuspielen. Und es half seiner Erholung, dass inzwischen drei Wochen zwischen dem French Open und Wimbledon liegen - er wirkt frisch, seine Knie sind anders als in früheren Jahren kein Thema.

Nadal bleibt die Nummer 1

Mit seinen drei Siegen stellte der 32-Jährige sicher, dass er auch nach Wimbledon die Nummer 1 bleibt. Selbst wenn er im Achtelfinale gegen den Tschechen Jiri Vesely (ATP 93) ausscheiden sollte, was eher unwahrscheinlich ist. Man vergisst leicht, dass sich Nadal hier in jüngster Zeit stets schwertat. Seine letzten Bezwinger in Wimbledon hießen: Lukas Rosol (2012), Steve Darcis (2013), Nick Kyrgios (2014), Dustin Brown (2015) und Gilles Muller (2017) – er verlor zweimal im Achtelfinale, zweimal in Runde 2, einmal in Runde 1.

Letztmals vor sieben Jahren stand er hier im Endspiel, das er gegen Novak Djokovic verlor. Und sein letztes Wimbledon-Duell mit Roger Federer jährte sich am Freitag zum zehnten Mal - über jenen epischen Finale hat der «Tennis Channel» ja nun mit großem Aufwand einen sehenswerten Film produziert: «Strokes of Genius». Viele würden sich wünschen, es käme in diesem Jahr zur Neuauflage des Duells der Tennistitanen, das ja erst im Finale möglich wäre. Auch Nadal? Am Samstag dazu befragt, winkte er ab: «Wenn ich im Finale wäre, würde ich mir einen einfacheren Gegner wünschen», sagte er. Und fügte lächelnd an: «Ich bin doch nicht blöd!»

(L'essentiel)

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