Abgesagtes Schweizer Weltcup

12. Januar 2021 10:00; Akt: 12.01.2021 14:43 Print

Tourist steckte in Wengen fast 30 Personen an

Die Weltcuprennen am Schweizer Lauberhorn sind am Montag abgesagt worden. Grund dafür ist die aktuelle Virus-Situation in der Region.

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Die Corona-Zahlen sind zu hoch, die Lauberhorn-Rennen finden nicht statt.

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Die Weltcuprennen am Lauberhorn sollten nicht zum Superspreader-Event werden. Nachdem der Kanton Bern am Wochenende grünes Licht für den Event gab, machten die Behörden am Montag einen Rückzieher.

60 Corona-Fälle wurden innerhalb vier Wochen in Wengen gemeldet. Fast die Hälfte davon gehen auf einen einzigen britischen Touristen zurück. Diese Person habe anfänglich vielleicht gar nichts von seiner Infektion gewusst, sagt ein Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion zum «Tages-Anzeiger».

Aufgrund der rasch steigenden Infektionszahlen geht die Berner Gesundheitsdirektion davon aus, dass sich vor allem die Virusmutation aus Großbritannien in Wengen verbreitet. Wie viele der gemeldeten Fälle auf die mutierte Virusform zurückzuführen sind, ist aber unklar. Im Kanton Bern sind seit Mitte Dezember 14 Fälle der mutierten Virusvariante aus Großbritannien registriert worden. Bei zwölf weiteren Fällen ist nicht eindeutig klar, ob es sich um die Variante aus Großbritannien oder Südafrika handelt.

«Absage lässt das Herz jedes Ski-Fans bluten»

Der Entscheid, die Rennen in Wengen abzusagen, trifft die Verantwortlichen und Skifans hart. Urs Näpflin, OK-Präsident der Lauberhorn-Rennen, sagt gegenüber dem SRF: «Die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten stand im Vordergrund. Für uns ist das eine absolute Katastrophe. Wir haben ein Jahr lang auf den Event hingearbeitet.»

Bildstrecke: Tourist steckt in Wengen fast 30 Personen an

Bernhard Aregger, CEO von Swiss-Ski, bläst ins selbe Horn: «Die Absage eines der prestigeträchtigsten Rennwochenenden im Weltcup-Kalender lässt das Herz jedes Ski-Fans bluten. Gleichwohl ist es unsere Aufgabe, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.» Auch Beat Feuz bedauert den Entscheid, findet allerdings: «Unter den gegebenen Umständen muss und kann ich das akzeptieren.»

Ganz ohne Ski-Rennen müssen die Fans das nächste Wochenende nicht ausharren. Die ausgefallenen Rennen wurden bereits neu angesetzt. Am 16. und 17. Januar werden am Hahnenkamm zwei Slaloms gefahren, eine Woche später kommt es zum Speed-Wochenende mit zwei Abfahrten am Freitag und Samstag sowie einem Super-G am Sonntag.

(L'essentiel/woz/nih/fss)

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