Entthronter Box-Champion

25. Februar 2020 15:00; Akt: 25.02.2020 17:00 Print

Verlor Wilder WM-​​Titel wegen 20-​​Kilo-​​Kostüm?

Schwergewichtsboxer Deontay Wilder bezog gegen Tyson Fury seine erste Niederlage in einem Profikampf. Seine Erklärung dafür könnte kaum abstruser sein.

Wilder und seine Uniform. (Video: ESPN)

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Schwergewichtsboxer haben eine große Klappe. Vor einem Kampf teilen sie verbal aus, bevor es im Ring richtig zur Sache geht. So taten es auch Deontay Wilder und Tyson Fury. Sie taten es vor ihrem ersten Kampf im Dezember 2018, sie taten es vor dem Rückkampf am letzten Samstag. Beide nahmen kein Blatt vor den Mund, sprachen davon, ihren Gegner zu töten, beleidigten sich aufs Übelste, die US-amerikanischen Zensoren bekamen kaum eine Pause.

Nach dem Kampf, den Fury durch technischen K. o. in der siebten Runde gewann, nachdem Wilder in den Runden drei und fünf zu Boden gegangen war, zollten sie sich hingegen Respekt. Das hatten sie bereits nach dem ersten Kampf getan.

Wilder vs. Fury III könnte im Sommer steigen

Seine erste Niederlage im 44. Profikampf begründete Wilder allerdings ziemlich abstrus: Seine Beine seien während des Kampfes geschwächt gewesen. Dafür kann es diverse Erklärungen geben. Wilder wählte diese: Das Kostüm, das er bei seiner Vorstellung und beim Gang zum Ring getragen hatte, habe ihn geschwächt.

Furys Schläge hätten ihn keineswegs beeinträchtigt, «er hat mich überhaupt nicht verletzt, meine Uniform war zu schwer für mich», so der 34-Jährige. Er habe von Beginn weg keine Beine gehabt, trotzdem habe er weitergekämpft, weil er ein Krieger sei. «Viele haben mir gesagt: ‹Es sah danach aus, als wäre etwas nicht in Ordnung mit dir.› Das war so, aber wenn du im Ring bist, musst du alles ausblenden. Ich weiß, dass es wegen meiner Uniform war.»

Wilder wählte dieses Kostüm, weil er dem «Black History Month» Tribut zollen wollte. Er konnte es laut eigener Aussage erst am Abend vor dem Kampf ein erstes Mal anziehen. «Ich dachte nicht, dass es so schwer sein würde. Es wog rund 20 Kilogramm.»

Wilder hat nach seinen Äußerungen gegenüber Yahoo Sports einem dritten Kampf gegen Fury zugesagt. Dieser könnte bereits im Sommer erneut in Las Vegas steigen. Man darf gespannt sein, wie sich die beiden Flüche und Beleidigungen um die Ohren hauen. Äußerst spannend dürfte es aber werden, wenn sich der Verlierer äußert.

(L'essentiel/hua)

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