In Luxemburg

21. September 2015 13:34; Akt: 21.09.2015 17:14 Print

Muslime greifen Flüchtlingen unter die Arme

LUXEMBURG – Die muslimische Gemeinde im Großherzogtum engagiert sich für Flüchtlinge: mit Kleiderspenden, Geld und Dolmetschern.

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Die Hauptstadt hat in den vergangenen Wochen mehr als 650 Flüchtlinge aufgenommen. Angesichts der steigenden Zahlen engagiert sich auch die muslimische Gemeinschaft, der in Luxemburg zwischen 18.000 und 20.000 Menschen angehören. «Wir haben die jüngste Krise nicht abgewartet», erklärt Jean-Luc Karleskind, Vizepräsident des Ratgeber-Gremiums Schura. «Seit einigen Jahren sammeln die Muslime jeden Freitag in den Gebetsräumen. Sie haben sich auch mit der syrischen Verbandsgemeinde an zwei Syrien-Tagen beteiligt, um die Tragödie des Bürgerkriegs in diesem Land besser zu verstehen.»

Während des Ramadan wurden warme Mahlzeiten im Foyer Don Bosco serviert. Nun organisieren das islamische Kulturzentrum von Luxemburg (Ccil) und der islamische Verein Ljm am Sonntag eine Hilfsveranstaltung für Flüchtlinge. Ebenso sind Besuche in den Aufnahmezentren geplant. Zudem will die Schura deutsch-arabische Dolmetscher für die Flüchtlinge zur Verfügung stellen.

Mehrere tausend Euro gesammelt

Die muslimischen Frauen sammeln Kleider für die syrischen Kinder und verteilen sie an die Flüchtlinge. Mehrere Familien haben sich gemeldet, um Flüchtlinge bei sich aufzunehmen.

Die Muslime in Luxemburg denken aber auch an finanzielle Hilfe: Ljm und die islamische Religionsgemeinschaft im Süden (Aics) haben im September, unter anderem, mehrere tausend Euro gesammelt. Die Mittel werden entweder in die Flüchtlingslager in Syrien oder in der Türkei gehen. «Die Flüchtlinge, die in Europa ankommen, konnten die Schmuggler bezahlen. Wir dürfen aber nicht die lokale Bevölkerung, die mittellos ist, vergessen», sagt der Vizepräsident der Schura.

(Pascal Piatkowski/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stet_son am 21.09.2015 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau! Bravo.

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  • Stet_son am 21.09.2015 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau! Bravo.